Milliarden-Schock für Abramowitsch

München – Nahezu jeder Funktionär warnt derzeit vor der finanziellen Übermacht der Klubs aus England. In der englischen Presse werden dagegen eher Horror-Szenarien insbesondere für die Top-Klubs Arsenal und Chelsea aus London kreiert. Der Grund: Die sinkenden Öl-Preise bedeuten mal wirklich erhebliche Verluste für die Klub-Eigner.

LONDON, ENGLAND - JANUARY 24: Referee Mark Clattenburg shows a red card to Per Mertesacker of Arsenal during the Barclays Premier League match between Arsenal and Chelsea at Emirates Stadium on January 24, 2016 in London, England. (Photo by Clive Mason/Getty Images)
Am Wochenende duellierten sich beide Klubs, Chelsea bezwang Arsenal mt 1:0. Foto: Clive Mason/Getty Images

„Öl-Milliardär“ in der Krise?

Roman Abramowitsch wird gerne als Öl-Milliardär bezeichnet. Spieler kann sich der Russe quasi alle kaufen, die er für seinen Klub FC Chelsea haben will. Nun aber behauptet der Mirror, dass Chelsea künftig vielleicht gar nicht mehr so stark auf dem Transfermarkt zuschlagen könne. Der Grund: Seit Wochen fällt der Öl-Preis an den Börsen. Abramowitsch habe diese Finanzkrise mehrere hundert Millionen Euro gekostet, spekuliert die Zeitung. Und Chelsea sei zudem von einer Champions-League-Qualifikation weit entfernt, Stars würden gehen, Geld und Millionen-Einnahmen für neue Spieler könnten fehlen.

Eine ähnliche Situation zeichnet der Mirror für den FC Arsenal. Bei den Gunners ist Alisher Usmanov der zweitgrößte Anteilseigner. 2007 stieg er beim Klub ein, hält rund 30 Prozent der Anteile. Usmanov und Abramowitsch sollen dem Bericht nach im Jahr 2016 bereits insgesamt über eine Milliarde Euro an Vermögen verloren haben.

LONDON, ENGLAND - DECEMBER 19: Chelsea interim manager Guus Hiddink (L), Didier Drogba (C) of Montreal Impact and Chelsea owner Roman Abramovich (R) talk on the stand prior to the Barclays Premier League match between Chelsea and Sunderland at Stamford Bridge on December 19, 2015 in London, England. (Photo by Clive Mason/Getty Images)
Trainer Guus Hiddink (l.), Didier Drogba (M.) und Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch wollen nach schwachem Saisonstart  mit Chelsea noch die Champions-League-Plätze erreichen. Foto: Clive Mason/Getty Images

Offenbar rund 1,5 Milliarden innerhalb von 16 Tagen futsch

Bei den Zahlen bezieht sich der Mirror auf den Telegraph. Abramowitsch habe 2016 mindestens rund 750 Millionen Euro verloren, Usmanov rund 830 Millionen Euro, so die Berechnung. Gut, beide sollen noch einige Milliarden besitzen, aber die Verluste seien für das Duo trotzdem nicht leicht zu verkraften, zumal der Öl-Preis noch weiter sinken könne und der Verlust ja innerhalb weniger Tage erfolgt sei.

Statt Finanz-Hype also Sparzwang in England? Noch wirkt die Geschichte etwas unreal.

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