Mourinho legt mit Psycho-Spiel los

München – Pep Guardiola gilt als der beste Taktikcoach der Welt, Carlo Ancelotti als der einfühlsamste Trainerpapa und Jose Mourinho als der beste Coach, der ein Team durch eine Wagenburgmentalität – „Alle sind gegen uns“ – zum Erfolg führen kann. Nun treffen mit Guardiola und Mourinho zwei der drei besten Trainer der Welt in der Premier League in Manchester aufeinander – und Mourinho attackiert seinen Erzfeind jetzt schon subtil – auf dem Transfermarkt.

Ibrahimovic im Anflug

Jose Mourinho ist neuer Trainer von Manchester United und kommende Woche wird Superstar Zlatan Ibrahimovic wohl von den Red Devils verpflichtet. Mourinho hätte zahlreiche Top-Stürmer mit Zukunftsperspektive verpflichten können, Englands Sturmrakete Jamie Vardy etwa von Meister Leicester City soll eine Option gewesen sein. Und Ibrahimovic hatte laut eigener Aussage zahlreiche Top-Angebote aus der ganzen Fußballwelt.

Vereint im Hass gegen Guardiola

Warum unterschreibt der 34-jährige Schwede einen Einjahresvertrag bei einem Klub, der nicht mal Champions League spielt? Ja, das Duo besitzt eine gute Beziehung seit der gemeinsamen Zeit bei Inter Mailand (2008/09). Doch es könnte noch etwas anderes geben, das beide antreibt: Der Hass auf Pep Guardiola, dem neuen Trainer von Manchester City. Zumal nahezu alle Ex-Spieler von Guardiola davon reden, der Spanier werde die Premier League revolutionieren. Mourinho und Ibrahimovic dürfte es besonders motivieren, Guardiola zu stoppen.

Guardiola sortierte Ibra aus

So bevorzugte Guardiola einst als Trainer des FC Barcelona andere Spieler – Ibrahimovic flüchtete aus Spanien und fällt seitdem regelmäßig mit Ausfälligkeiten gegen den Spanier auf – „Guardiola ist feige und hat keine Eier“. Mourinho wiederum musste als Coach von Real Madrid (2010 – 2013) zahlreiche Rückschläge gegen den FC Barcelona mit Trainer Pep Guardiola einstecken, woraufhin der Portugiese gar eine Weltverschwörung von Barca gegen Madrid ins Spiel brachte. Mourinho war einst Co-Trainer des FC Barcelona, als Guardiola noch Spieler war. Damals wirkte die Beziehung noch wertschätzend, gemeinsame Titel wie Meisterschaft und der Europapokal der Pokalsieger wurden gefeiert. Doch nun hat sich das Verhältnis total gedreht. Und so kann man auch ein neues Transfergerücht deuten:

Messi zu Mourinho

Am Samstag kam das Gerücht auf, Manchester United wolle Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona verpflichten. Das könnte in die Art von Psychokrieg passen, die Mourinho liebt. Lionel Messi ist wie Pep Guardiola dem FC Barcelona sehr verbunden, Mourinho würde seinem ungeliebten Ex-Klub das Herz herausreißen und gleichzeitig in Manchester den einstigen Musterschüler von Guardiola trainieren – und mit ihm vielleicht sogar Guardiola Titel entreißen. Das wäre ganz nach dem Geschmack von Mourinho, doch Messi ist ein solcher Dolchstoß wohl nicht zuzutrauen.

Mourinho sägte seinen „Ziehvater“ ab

Wie grausam Mourinho sein kann, zeigt auch das Beispiel Louis van Gaal. Der Niederländer hatte ihn einst beim FC Barcelona in väterlicher Weise als Co-Trainer gefördert. Nun sägte Mourinho über Monate am Stuhl von van Gaal und nahm ihn den Trainerjob bei den Red Devils vorzeitig ab. Manch anderer Coach hätte wohl gesagt, dass er nicht auf diese Art Nachfolger seines einstigen Förderers werden wolle – für Mourinho war es offenbar kein Problem.

Probleme für Schweinsteiger

Und auch aus deutscher Sicht heißt das nichts Gutes: DFB-Kapitän Bastian Schweinsteiger wechselte 2015/16 von Bayern München zu Manchester United auf ausdrücklichen Wunsch von Louis van Gaal. Wer Mourinho über die Jahre beobachtet, kann ableiten: Schweinsteiger dürfte als van-Gaalianer schon bald ein Auslaufmodell bei Manchester United sein.

Werben um Pogba

Das hat Mourinho natürlich Schweinsteiger noch nicht mitgeteilt. Er macht es mal wieder subtil: Für die Mittelfeldzentrale will Mourinho den jungen, athletischen Top-Star Paul Pogba von Juventus Turin für die Rekordablöse von rund 78 Millionen Euro verpflichten. Dazu bekommt wohl Mittelfeld-Routinier Michael Carrick einen Einjahresvertrag noch angeboten. Über Schweinsteiger wurde noch kein Wort verloren. Der Ex-Bayer hatte beim DFB zwar gesagt: „Jeder will mal unter Mourinho trainieren.“ Für Schweinsteiger dürften es wohl nur ein paar Wochen werden.

Manchester hofft auf Tourismusboom

Die Stadt Manchester soll sich übrigens schon die Hände reiben aufgrund des Duells Mourinho – Guardiola. Laut lokaler Medien hofft man im Bereich Tourismus auf deutlich höhere Besucherzahlen und Einnahmen.

fussball.news ist Partner von Mein Sportradio

Diskutiere mit