Bundesliga

Nagelsmann: „Auch im Erwachsenenalter sollte man ein Lausbub bleiben“

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München – Auf seiner ersten Pressekonferenz spricht der neue Chef-Trainer der TSG 1899 Hoffenheim Julian Nagelsmann über seine Entscheidung für den Job, die Aufgaben und sein viel diskutiertes Alter.

„Ich bin sehr glücklich über meine Entscheidung“

Am Mittwoch ist Trainer Huub Stevens aus gesundheitlichen Gründen bei der TSG 1899 Hoffenheim zurückgetreten. Der Verein bemühte sich sofort darum den ab Sommer designierten neuen Chef-Trainer Julian Nagelsmann früher auf die Bank zu lotsen. Für Nagelsmann selbst ging alles sehr schnell: „Die letzten Tage waren turbulent. Nach Gesprächen habe ich mich schnell für meinen neuen Job entschieden. {…} Ich bin sehr glücklich über meine Entscheidung“, so der junge Trainer auf der Pressekonferenz.

Er ist sich sicher, dass man den Weg aus dem Keller schafft und den Abstieg verhindern kann: „Ich habe viele Ideen in meinem Kopf & bin überzeugt, dass wir aus der jetzigen Situation rauskommen. {…} Wir müssen in der Offensive wieder kreativer werden und uns Torchancen erspielen. {..} Unter Markus Gisdol habe ich Abstiegskampf bereits erlebt. Als Cheftrainer ist es nochmal eine andere Situation.“

Nagelsmann ist jüngster Chef-Trainer aller Zeiten

Oft diskutiert wurde im Vorfeld das Alter von Nagelsmann. Mit gerade mal 28 Jahren ist der gebürtige Landsberger der jüngste Trainer der Bundesliga-Geschichte. Den Job sieht er dadurch alles andere als gefährdet: „Meine Aufgabe ist die gleiche wie bei jedem anderen Trainer auch. Das Alter spielt dabei keine große Rolle. {..} Ich glaube jedoch, dass ich mit meinem Alter die gleiche Sprache wie viele Spieler spreche. Das kann von Vorteil sein. {..} Es ist wichtig, selbstbewusst vor einer Gruppe zu stehen. Ich habe immer Respekt vor einer Aufgabe, nie Angst“, so der neue Chef-Trainer auf der Pressekonferenz.

Außerdem findet er, dass eine gewisse Jugendlichkeit wichtig ist: „Auch im Erwachsenenalter sollte man ein Lausbub bleiben.“ Auch mit Blick auf das Team hat er einen positiven Eindruck: „Im ersten Training hat das Team befreit gewirkt. Sie waren motiviert und fit. Ich hatte einen guten Eindruck. {..} Die Spieler waren alle offen, haben mir zugehört. Aber ich pflege einen Austausch mit den Spielern, ich bin kein Diktator.“

Manager Rosen stärkt den Rücken

Manager Rosen sieht in der Entscheidung für Nagelsmann ebenfalls keine Gefahr und weiß um die Stärken des 28-Jährigen: „Julian ist zwar jung, aber aber kein junger Trainer mehr. Es ist bereits sein 10. Trainerjahr. Er hat Erfahrung“, sagte Rosen auf der PK.

Für seine neue Aufgabe hat sich Nagelsmann zwei Dinge fest vorgenommen: „Ich möchte meine Energie in das stecken, was kommt. Nicht in das, was war. Das kann ich nicht mehr beeinflussen“, außerdem fährt er fort: „Es war ein Wunsch von mir, mit beiden Co-Trainern weiterzuarbeiten. Beide sind hervorragende Trainer“, lobte Nagelsmann auf der Pressekonferenz.

Ob der Neue Besen gut kehrt wird man am Samstag in Bremen sehen, dann sitzt Nagelsmann das erste Mal auf der Hoffenheimer Bank.

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