Interview am Morgen

BAP-Sänger Wolfgang Niedecken: „Da ist der Groschen gefallen“

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München – Wolfgang Niedecken hat neben der Musik und der Malerei noch eine dritte Leidenschaft: den 1. FC Köln. Seinem Verein hat der 64-Jährige ein Leben lang die Treue geschworen. „Lebenslänglich“ ist auch der Titel des neuen Albums. Niedecken und seine Kollegen gehen 2016 zurück zu den Ursprüngen der Band. Zum 40-jährigen Jubiläum heißt es jetzt wieder „Niedeckens BAP“.

Auch beim FC hat sich etwas verändert. Zur Freude von Niedecken geht es insgesamt wieder aufwärts. Die 1:3-Niederlage zum Rückrundenstart zu Hause gegen den VfB Stuttgart tut der positiven Stimmung im Verein keinen Abbruch. Vor dem Spiel am Sonntag beim VfL Wolfsburg stehen die Kölner weiter auf Platz neun in der Tabelle. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt sechs Punkte.

Niedecken blickt daher zufrieden auf die „Geißböcke“. Im Interview mit fussball.news spricht er über seinen Herzensklub, FC-Coach Peter Stöger, Manager Jörg Schmadtke – und ein neues Motto bei den Domstädtern.

fussball.news: Und wie war das mit der BAP-Gründung tags drauf?

Niedecken: Ich war am Morgen danach entsprechend verkatert, weil wir ordentlich gefeiert hatten, aber ich musste um zehn Uhr zum Zivildienst und „Essen auf Rädern“ rumfahren. Ein Kumpel rief mich an, der Saxophonist meiner früheren Amateurband, den ich fünf Jahre nicht gesehen hatte, und überbrachte mir die freudige Nachricht, er hätte einen Bauernhof geerbt und wenn wir den Schweinestall zusammen renovieren würden, dann könnten wir wieder zusammen Musik machen. Und unter Zeitdruck sagte ich nur ’jaja machen wir‘ – das war die BAP-Gründung.


BAP geht 2016 auf Jubiläumstour. Die ersten Tour-Termine:

  • 16. Mai 2016: Duisburg
  • 18. Mai 2016: Münster
  • 19. Mai 2016: Hannover

Link: Alle Tour-Termine in der Übersicht


fussball.news: Peter Stöger hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängert. Es war höchste Zeit, bevor es konkrete Interessenten gegeben hätte, oder?

Niedecken: Manchmal gibt es Abgänge, mit denen man nicht rechnet. Ich habe mich sehr über den Wechsel von Anthony Ujah zu Werder Bremen gewundert. Hätte ich nicht gedacht, denn er war in Köln ein Held, ’ne Kölsche Jung. Ich weiß nicht, ob die Entscheidung so glücklich war von ihm. In Köln war er auf dem Weg zum schwarzen Poldi zu werden. Man mochte ihn hier sehr, auch weil er lustig war.

fussball.news: Lukas Podolski spielt seit Saisonbeginn bei Galatasaray Istanbul. Glauben Sie an eine Rückkehr zum FC?

Niedecken: Nein. Das sollte er sich auch nicht antun. Ich mag den Poldi wirklich sehr als Mensch und als Kicker. Er ist eine Bereicherung für jede Mannschaft. Aber ausgerechnet in Köln die Karriere ausklingen zu lassen wäre irgendwie unwürdig. Ich glaube auch nicht, dass er unter Stöger und Schmadtke nochmal geholt wird. Wie sollte ein Trainer sein Team aufstellen, wenn einer 100%ig gesetzt ist? Der „FC Poldi“ geht nicht. Dann hättest du den FC ohne Not wieder am Nasenring des Boulevards. Das braucht kein Mensch.

fussball.news: Wo landet der FC am Saisonende?

Niedecken: Wir werden nicht absteigen und alles, was einstellig ist, würde ich grenzenlos abfeiern.

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Das nächste Interview am Morgen folgt voraussichtlich am kommenden Montag.

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Anmerkung der Redaktion: fussball.news veröffentlicht in der Regel von Montag bis Donnerstag jeweils um 6 Uhr das „Interview am Morgen“. Zu den Gesprächspartnern zählen aktuelle Bundesliga-Spieler ebenso wie ehemalige Spieler-Legenden oder Funktionäre und Experten. Bei Bedarf wird das exklusive Gespräch in einen Fließtext mit exklusiven Zitaten umgewandelt.

Über Reinhard Franke

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