Nur 1:1 gegen Schalke: Herber Dämpfer für den FC Bayern

Ein schwerfälliger FC Bayern hat vor dem Start in zwei englische Wochen einen herben Dämpfer hinnehmen müssen.

Bayern und Schalke trennen sich 1:1 (Photo by FIRO/FIRO/SID/)
Bayern und Schalke trennen sich 1:1 (Photo by FIRO/FIRO/SID/)

Ein schwerfälliger FC Bayern hat vor dem Start in zwei englische Wochen einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Die Münchner kamen nach einer erneut schwachen Vorstellung gegen das zuletzt kriselnde Schalke 04 nicht über ein enttäuschendes 1:1 (1:1) hinaus und büßten im Titelkampf mit RB Leipzig zwei wertvolle Zähler ein. Für Schalke um Rückkehrer Holger Badstuber war es nach einer engagierten Vorstellung ein Achtungserfolg.

Die Münchner, die die letzten sieben Ligaspiele gewonnen hatten, gingen durch Torjäger Robert Lewandowski in der 9. Minute in Führung. Für den Polen war es bereits der 15. Saisontreffer. Schalke, das in den letzten sechs Ligaspielen viermal verloren hatte, glich durch Naldo aber nur vier Minuten später aus. Der Ex-Schalker Manuel Neuer im Münchner Tor sah dabei nicht besonders gut aus.

Die Bayern, bei denen Philipp Lahm sein 500. Pflichtspiel bestritt, kamen vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale am Dienstag gegen den VfL Wolfsburg und dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League am 15. Februar gegen den FC Arsenal erneut nicht in Schwung. In dieser Form dürfte es schwer werden, die hohen Ziele zu erfüllen. Schalke, das am Mittwoch im Pokal in Sandhausen gleich in drei englische Wochen startet, zeigte sich stark verbessert.

Bayern tat sich von Beginn an ungewohnt schwer, Druck aufzubauen. Schalke verteidigte gut – bis die Münchner jedoch die erste Lücke gleich konsequent nutzten. Der wiedergenesene Arturo Vidal passte auf Lewandowski, der Ralf Fährmann mit einem wunderschönen Lupfer keine Chance ließ. Der Ex-Münchner Badstuber, der erstmals für Schalke von Beginn an auflief, war nicht ganz unbeteiligt.

Doch die Gäste schlugen dank Neuers Hilfe umgehend zurück. Der DFB-Kapitän ließ den Freistoß von Naldo unter dem Körper passieren. Kurz darauf machte er seinen Fehler aber wieder gut, als er gegen den freistehenden Sead Kolasinac in Klassemanier parierte.

Überhaupt zeigte der Ausgleich Wirkung. Die Münchner hatten gegen aggressive Schalker wie schon in Freiburg und Bremen erhebliche spielerische Probleme. Sie leisteten sich im Aufbau zu viele Ungenauigkeiten, auch fehlte den meisten Aktionen das Tempo. Nur noch bei Juan Bernats Chance (23.) und Lewandowskis Lattenschuss (42.) wurde es für S04 vor der Pause wirklich gefährlich. Die Bayern hatten sogar Glück, bei klaren Möglichkeiten durch Leon Goretzka (31. und 41.), vor allem aber bei Guido Burgstallers Lattentreffer (39.) nicht in Rückstand zu geraten.

Nach dem Wechsel erhöhten die Bayern kurzzeitig den Druck, zeigten sich aber nicht entschlossen genug – wie etwa Lewandwoski oder auch Thomas Müller. Der Nationalspieler fand ohnehin kaum Bindung und wirkte wieder einmal gehemmt. Schalke lauerte weiter auf Konter, ließ dabei aber einige Male die Präzision vermissen. Die beste Chance für die Gastgeber vergab allerdings freistehend Javi Martínez (86.).

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