Bundesliga

Sammer holt zum Rundumschlag aus

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München – Guardiola im Sommer zu Manchester City, Neuzugang Serdar Tasci im ersten Training verletzt, Gerüchte um Arturo Vidal, die Maulwurf-Affäre. Ganz schön was los beim FC Bayern München. Sportvorstand Matthias Sammer steht auf der Pressekonferenz Rede und Antwort.

Tasci verletzt sich

Am vergangen Montag war nicht nur Ende der Transferfrist, sondern damit verbunden auch Tag der Bekanntgaben beim FC Bayern. Die große Frage über die Zukunft von Trainer Pep Guardiola ist geklärt (wechselt zu ManCity) und den verletzten Jerome Boateng und Javi Martinez soll in Zukunft der ehemalige Stuttgarter Serdar Tasci vertreten.

Ausgerechnet Tasci verletzte sich jetzt bei seiner ersten Einheit für die Bayern. Sportvorstand Matthias Sammer sagte auf der Pressekonferenz, dass der ehemalige Nationalspieler noch untersucht würde und alles auf eine Gehirnerschütterung hindeute. Den Transfer an sich begründet Sammer auch: „Wir sind zu der Entscheidung gekommen, dass er uns helfen kann mit seiner Erfahrung und seiner Qualität – um das halbwegs Unkontrollierbare mit einer Personalie noch kontrollieren zu können“, so der 48-Jährige auf der Pressekonferenz.

Zukunft von Tasci offen

Tasci sei trotz der zuletzt guten Leistung des jungen Joshua Kimmich als Innenverteidiger eingeplant. Über eine mögliche Verpflichtung über das Leihgeschäft bis zum Sommer hinaus sagte Sammer nichts. Man werde sehen, wie der 28-jährige sich einfügt.

„Im Fall Vidal werden wir mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen.“

Sammer nahm auch Stellung zu anderen Gerüchten rund um Transfers und schob denen eine Riegel vor. Man hatte nie vor, John-Anthony Brooks von Hertha BSC zu verpflichten oder Medhi Benatia abzugeben. Das sei schlichtweg gelogen.

Auch in Sachen Arturo Vidal äußerte sich der Sportvorstand und wies diverse Gerüchte über das mögliche Fehlverhalten außerhalb des Platzes von Vidal zurück: „Arturo Vidal ist in einer sehr, sehr guten Form. Ich war sehr überrascht über das, was ich jetzt gelesen habe. Das stimmt nicht und ist die Unwahrheit – dass das klar ist.“ Sammer attestierte dem Verein und dem Chilenen ein sehr enges Verhältnis und befürchtet, dass ein Keil zwischen Spieler und Verein getrieben werden soll. Doch das wird nicht passieren: „Sie erreichen das Gegenteil. Wir werden noch enger zusammenrücken, das werden wir nicht zulassen. Im Fall Vidal werden wir mit allen rechtlichen Mitteln vorgehen.“

„FC Bayern und Ruhe – das passt nicht zusammen.“

Eine klare Aussage also von Sammer und er geht sogar noch weiter: „Das Zweite ist unser Trainer, der im Moment für alles verantwortlich gemacht wird. Was da im Moment passiert, ist einfach nicht korrekt. Unser Trainer hat nie für sich in Anspruch genommen, perfekt zu sein. Aber ich bin beeindruckt, mit welcher Intensität er Fußball lebt und liebt. Und ich bitte darum, ein bisschen mehr Respekt ihm gegenüber aufzubringen – und nicht so viel ins Persönliche zu gehen.“

Dem 48-Jährigen platzte etwas der Kragen, er finde, die Kritik und die Berichterstattung seien im Moment „ein bisschen zu viel ist.“ Er selbst ist sich bewusst darüber, was der FC Bayern braucht, nämlich Spirit und Geis. Doch eins ist auch für den Europameister von 1996 klar: „FC Bayern und Ruhe – das passt nicht zusammen. Selbst wenn wir jedes Spiel gewinnen.“ Mit Blick auf das Spiel in Leverkusen fordert er seine Spieler: „Aber das sind gewisse Reizpunkte und wir müssen in Leverkusen noch eine Schippe drauflegen. Es muss sich jeder in den Dienst der Mannschaft stellen – anders geht es nicht.“

Ob Serdar Tasci beim Spiel in Leverkusen um 18:30 Uhr am Samstag fit sein wird, bleibt abzuwarten. Matthias Sammer jedenfalls ist schon in Form.

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