Rafinha: Costa wird noch besser

München-22 Pflichtspiele bestritt Außenverteidiger Rafinha in der Hinrunde. Damit zählte er zu den Konstanten im Team des FC Bayern. Im merkur/tz-Interview sprach er über Veränderungen als deutscher Staatsbürger, mögliche Konkurrenz auf seiner Position und erklärte, warum Landsmann Douglas Costa noch besser wird.

BEIJING, CHINA - JULY 18: Rafinha (L) of FC Bayern Muenchen challenges with Rodrigo De Paul of Valencia CF during the international friendly match between FC Bayern Muenchen and Valencia FC during the Audi Football Summit Beijing 2015 at National Stadium on July 18, 2015 in Beijing, China. (Photo by Lintao Zhang/Getty Images)
Rafinha (l.) zählt zu den konstanten Größen beim FC Bayern unter Trainer Pep Guardiola. Foto: Lintao Zhang/Getty Images

Rafinha mag deutsche Kultur

„Ich habe mich jetzt an der Schlange der EU-Bürger angestellt. Das ist schon irgendwie ungewohnt“, beschrieb Rafinha die Situation bei der Anreise nach Katar. Dort halten die Bayern derzeit ihr Trainingslager ab. Er freue sich über die erfolgreiche Einbürgerung. Neben der brasilianischen besitzt Rafinha seit Dezember vergangenen Jahres auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Auch beim Grillen sei er „deutsch“. Es gebe auch Bratwürste und Käsekrainer, sagte er auf die entsprechende Frage. „Die Deutschen, gerade die Bayern, haben ja auch eine große Grillkultur“, so der 30-Jährige. Auch mit der anspruchsvollen Sprache habe er kein Problem: „Ich mag die deutsche Sprache, auch wenn sie wirklich schwer ist.“

Costa mit „viel Potenzial“

Voll des Lobes zeigte sich Rafinha über die Leistungen von Douglas Costa. „Douglas ist eine großartige Verstärkung“, so der Deutsch-Brasilianer. Er habe noch „viel Potenzial“ und sei „noch nicht an der Leistungsgrenze“, ergänzte Rafinha. Er ist überzeugt, dass Costa noch stärker werde. Der Grund für ihn: „Beim FC Bayern wird jeder Spieler noch besser, weil du in jedem Training auf absolutem Top-Level arbeitest.“

Keine Angst vor Konkurrenz

Die Bayern-Suche nach einem neuen Rechtsverteidiger mache ihn nicht sauer, sagte er gegnüber der tz. „Das ist doch normal, das gehört zum Geschäft“, gab sich Rafinha entspannt. Jedes Jahr hieße es, dass es für ihn schwer werde, er sei aber immer noch da, er vertraue auf die eigene Stärke. Es sei „okay, dass der Klub Verstärkungen sucht“, so der Abwehrspieler, der aber auch deutlich machte: „Wir haben hier auch schon jetzt gute Verteidiger.“

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