Rafinha kann nicht für Deutschland spielen

München – Bayerns Außenverteidiger Rafinha ist seit Dienstag deutscher Staatsbürger, wird aber nicht für die deutsche Nationalmannschaft spielen können. Ein Turnier aus dem Jahr 2005 macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Rafinha (rechts) im Duell mit seinem Landsmann Neymar. AFP PHOTO / PATRIK STOLLARZ (Photo credit should read PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)
Rafinha (rechts) im Duell mit seinem quasi ehemaligen Landsmann Neymar. Foto: PATRIK STOLLARZ / AFP / Getty Images

Teilnahme an der U20-WM 2005

Der 30-Jährige freute sich sehr über die deutsche Staatsbürgerschaft. „Wir wollten das unbedingt machen, für mich, für meine Familie“, sagte er. Rafinha ist mittlerweile seit zehn Jahren in Deutschland, diesen Schritt bezeichnete er für seine Zukunft als „sehr wichtig“.

Für die deutsche Nationalmannschaft wird Rafinha aber trotzdem nicht spielen können – obwohl er noch kein Pflichtspiel für die brasilianische A-Nationalmannschaft absolviert hat. 2005 hatte er allerdings mit Brasilien an der U20-Weltmeisterschaft 2005 in den Niederlanden teilgenommen und auf Brasiliens Weg zu Platz drei jede Partie bestritten.

Für Löw war Rafinha zuletzt „kein Thema“

Der kicker berichtet, dass ihm diese Spiele zum Verhängnis werden. Laut FIFA-Statuten sei ein Verbandswechsel nur dann erlaubt, wenn der Spieler zum Zeitpunkt des Einsatzes in einem Pflichtspiel für den alten Verband bereits im Besitz der zweiten Staatsangehörigkeit war. Das war bei Rafinha 2005 nicht der Fall.

Damit dürften die Spekulationen um den Außenverteidiger der Bayern beendet sein. Für Bundestrainer Joachim Löw war Rafinha im Sommer „kein Thema“.

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