Ronaldo lobt Zidane: „Spieler sind lustvoller!“

München – Real Madrid setzt die Festspiele unter dem neuen Trainer Zinedine Zidane fort. Nach einem 5:0 gegen Deportivo La Coruna in der Vorwoche folgte am Sonntag ein 5:1 gegen Sporting Gijon (Tabellenplatz 19). Schon zur Pause führten die Königlichen gegen den hilflosen Gegner aus dem Norden Spaniens mit 5:0. Diesmal durfte auch der dreifache Weltfußballer, der in diesem Jahr Lionel Messi bei der Preisverleihung des Ballon d’Or den Vortritt lassen musste, wieder jubeln. Nach seinem Doppelpack (2:0/9. Minute und 4:0/18. Minute) kommt der 30-Jährige nun auf 16 Saisontreffer.

<> at Estadio Santiago Bernabeu on January 17, 2016 in Madrid, Spain.
Cristiano Ronaldo (l.) ist voll des Lobes für Trainer Zinedine Zidane. Foto: Getty Images

Empathie für die Spieler

Mit Zidane als Coach ist das Lächeln auf die Lippen des Portugiesen zurückgekehrt. „Zidane hat dem Team einen Schub verliehen“, sagte Ronaldo nach dem Spiel. Er verglich den Franzosen bereits mit dessen italienischem Vor-Vorgänger und Bald-Bayern-Trainer Carlo Ancelotti: „Ja, seine Trainingseinheiten sind sehr ähnlich. Er ist eine ruhige Person, seriös bei der Arbeit und außerhalb sehr witzig. Er besitzt Empathie für die Spieler und ist sehr zufrieden und zugleich hoffnungsvoll.“

Wo es Lob gibt, wird andererseits auch häufig eine verbale „Watsch’n“ verteilt. Ex-Coach Rafa Benitez und Real Madrid – es passte einfach nicht zusammen. Fans und Team waren unzufrieden mit der Arbeit des 55-Jährigen Spaniers, der erst im Sommer das Ruder übernahm. Immer wieder gab es laute Pfeifkonzerte im Estadio Bernabeu zu vernehmen. Selbst ein 10:2 Rekordsieg gegen Rayo Valecano am 20.12.2015 konnte die Wogen nicht mehr glätten. Vollprofi Ronaldo konnte sein unterkühltes Verhältnis zu Benitez nur selten verbergen.

Ronaldo rudert zurück

Immer wieder war in den spanischen Medien von atmosphärischen Störungen die Rede. Der Höhepunkt dann im November: „Wir werden mit Benitez gar nichts gewinnen“, soll der Torjäger vom Dienst laut Klub-Präsident Florentino Perez gesagt haben. Ronaldo schwächte seine Aussage nun etwas ab: „Ich hatte nie eine schlechte Meinung von Rafa, er wollte immer das Beste für Madrid, er sieht den Fußball nun mal auf eine andere Art und Weise als Zidane.“

Allerdings gab es doch noch einen Querschuss in Richtung Benitez: „Die Wahrheit ist aber, und fragen Sie mich nicht nach dem Warum, dass die Spieler mehr Empathie für Zidane empfinden.“ Bei ihm seien „die Spieler lustvoller“. Die Mannschaft nimmt Ronaldo in dieser Angelegenheit in Schutz. Sie habe nicht versucht, den ehemaligen Coach loszuwerden: „Nein, niemals! Meiner Meinung nach ist das nie passiert.“

Nun gegen Westermann-Klub

Am kommenden Wochenende kann das Team zeigen, ob das von Zidane vorgegebene Konzept auch auswärts greift. Trotz zweier Kantersiege steht Real mit 43 Zählern weiterhin hinter Atletico Madrid (47 Punkte) und dem FC Barcelona (45 Punkte – aber noch ein Spiel weniger) auf Rang 3. Am Sonntag müssen die Königlichen um 20.30 Uhr bei Real Betis Sevilla antreten. Die Mannschaft vom deutschen Innenverteidiger Heiko Westermann steckt im unteren Drittel der Tabelle fest. Erst 21 Zähler konnte Betis in 22 Partien sammeln und steht somit nur fünf Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

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