Rosen: „Vargas ist ein internationaler Top-Star“ – und dennoch könnte er verkauft werden

München- Seit vergangenem Sommer spielt Eduardo Vargas bei der TSG Hoffenheim. Der Chilene bringt alle Anlagen mit, um sich auch in der Bundesliga durchzusetzen, allein: Gezeigt hat er es noch nicht. Sein Verbleib ist offen. Legt man die Aussagen von Hoffenheims Sportchef Alexander Rosen im kicker zugrunde, weiß man selbst bei der TSG nicht so recht, ob man den flexiblen Offensivspieler im Kraichgau halten soll.

SANTA CLARA, CA - JUNE 18: Eduardo Vargas #11 of Chile celebrates after he scored a goal against Mexico during the 2016 Copa America Centenario Quarterfinals match play between Mexico and Chile at Levi's Stadium on June 18, 2016 in Santa Clara, California. (Photo by Thearon W. Henderson/Getty Images)
Jubelt im chilenischen Nationaltrikot öfter als im Verein: Eduardo Vargas von der TSG Hoffenheim. Foto: Thearon W. Henderson/Getty Images

„Eduardo ist ein internationaler Topstar“

„Seine Leistungsunterschiede zwischen Verein und Nationalelf sind sicher ein besonderes Phänomen“, urteilte 1899-Hoffenheim-Manager Alexander Rosen über den chilenischen Nationalspieler im kicker. Zuletzt gewann er in diesem und im vergangenen Jahr die Copa America mit den Chilenen und wurde obendrein jeweils Torschützenkönig mit vier beziehunsweise sechs Treffern. Seine Saison zwischen den beiden Turnieren verlief hingegen durchwachsen. In 24 Bundesligaspielen für die TSG gelangen ihm gerade einmal zwei Tore und vier Vorlagen. „Es gibt keinen Zweifel, dass er ein außergewöhnlicher Spieler ist“, glaubt Rosen dennoch an die Qualitäten des technisch beschlagenen Spielers. „Auch wenn viele das hierzulande nicht so wahrnehmen: Eduardo ist ein internationaler Topstar. Wenn er ein Bild auf Instagram postet, liken das in einer Stunde 100 000 Leute.“

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Ein von Eduardo Vargas (@eduardovargasrj1) gepostetes Foto am

Gehen oder bleiben?

Zu gern würde man in Hoffenheim sehen, dass er auch im TSG-Trikot leistungsmäßig explodiert und sein ganzes Können aufbietet. Vargas` erste Saison machte dahingehend aber wenig Hoffnung. Auch Rosen selbst scheint innerlich zerrissen, ob er im Team von Trainer Julian Nagelsmann den Durchbruch packt. „Vielleicht braucht Edu mal zwei Jahre in einem Verein. Er hat in der Vergangenheit einen Ländermarathon mit entsprechenden Eingewöhnungsproblemen hinter sich“, lautet einerseits Rosens Tipp an den 26-Jährigen.

Transfer von Vargas dennoch möglich

Ganz uneingeschränkt ist das Vertrauen in den Südamerikaner letztlich wohl doch nicht. Dem Fachmagazin zufolge sollen sowohl Klubs aus Südamerika als auch Europa-League-Sieger FC Sevilla Interesse an Vargas gezeigt haben. Ein akzeptables Angebot war wohl noch nicht darunter. „Es könnte aber mal eine Summe genannt werden, bei der wir uns fragen müssen: Was ist für beide Seiten die beste Entscheidung?“, ließ Rosen eine Hintertür für einen Verkauf des Chilenen offen.

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