Rummenigge und Hoeneß wirken uneins über die Zukunft von Renato Sanches

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München – Schon nach wenigen Einsätzen war in der fussball.news-Analyse klar abzusehen, dass sich Renato Sanches zumindest im ersten Jahr bei Bayern München nicht durchsetzen wird. Mittlerweile besteht daran auch kein Zweifel, dass der Europameister bei den Roten noch desintegriert wirkt und seine Leistung nicht abrufen konnte. Doch wie soll es 2017/18 mit Sanches weitergehen? Ersichtlich ist, dass sich selbst Sanches und die Münchner Führung dabei nicht sicher sind, was das Beste für den Mittelfeldspieler ist.

Präsident Uli Hoeneß wirbt dafür, Sanches ein weiteres Jahr in München zu halten. „Ich bin da für eine ruhige Hand“, sagte Hoeneß zuletzt dem kicker. Der 19 Jahre alte Sanches habe „noch nie drei oder vier Spiele ohne Druck spielen“ können. Hoeneß betonte: „Man muss den jungen Spielern viel mehr Vertrauen geben, selbst wenn wir dann zwei Jahre lang nur Meister werden sollten und sehen müssen, was international möglich ist.“

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge scheint dagegen einem Leihgeschäft mit Sanches nicht abgeneigt zu sein. „Er hat kein gutes erstes Jahr gehabt. Jetzt ist es wichtig, dass er in einer gewissen Kontinuität spielt“, sagte Rummenigge in dieser Woche. „Wir werden uns Gedanken machen, ob es sinnvoll ist, ihn hierzubehalten. Oder ob wir ihn verleihen, um ihm Einsatzminuten zu geben. Die braucht er dringend“, so Rummenigge. Wenn die Kader-Planung der Münchner weitestgehend abgeschlossen sei, wolle er die Optionen für Sanches in München noch ausloten, betonte der Klubchef.

Und Sanches selbst wirkte nunmehr auch nicht mehr sicher, wie es mit ihm weitergehen soll. Record sagte er zuletzt: „Prinzipiell werde ich bei Bayern bleiben.“ Aber auch: „Falls ich nicht bei Bayern bleibe, werde ich auch nicht entmutigt sein. Ich werde weiterhin und wie gewohnt arbeiten.“

A Bola meldete nun am Freitag, Ex-Klub Benfica Lissabon wolle Sanches ausleihen. Nun müssen die Münchner aber erstmal Einigkeit im Fall von Renato Sanches herstellen. Vor einem Jahr hatte er den FCB 35 Millionen Euro Ablöse gekostet.

Über Daniel Michel

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