Salto-Verbot für Aubameyang?

München – Seine Tore feiert er am liebsten mit einem Salto. Doch wenn es nach seinem Verbandspräsidenten geht, soll Dortmunds Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang künftig auf seinen spektakulären Torjubel verzichten.

ESSEN, GERMANY - JANUARY 19:  Pierre Emerick Aubameyang of Dortmund controlls the ball during the friendly match between Borussia Dortmund and Sparta Prague at at Stadium Essen on January 19, 2016 in Essen, Germany.  (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
Pierre-Emerick Aubameyang fortan ohne Salto beim Torjubel? Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Vorbild Sanchez

Als Kind bewunderte BVB-Star Pierre-Emerick Aubameyang Real Madrid und Stürmer Hugo Sanchez, der seine Tore mit einem spektakulären Salto feierte. Seitdem er selbst Treffer am Fließband erzielt, zeigt auch der Dortmunder Stürmer regelmäßig seinen Jubel-Salto. Doch damit soll nun Schluss sein. Der Präsident von Gabuns Fußballverband, Pierre-Alain Mounguengui, hat Aubameyang bei dessen Ehrung zu Afrikas Fußballer des Jahres darum gebeten, künftig auf seinen Salto zu verzichten, berichtet die Sport-Bild. Grund dafür sei das hohe Verletzungsrisiko.

Schwere Verletzungen möglich

„Das Harmloseste, was passieren kann, ist ein Muskelfaserriss. Kommt der Spieler nicht optimal auf, kann er sich auch die Achillessehne reißen. Im schlimmsten Fall aber landet er auf der Halswirbelsäule. Und das kann zu einer Querschnittslähmung führen“, sagte Facharzt Professor Dr. Bernd Kabelka gegenüber der Sport-Bild über die Risiken des Saltos. „Ich weiß, dass das nicht ganz ungefährlich ist. Deshalb mache ich das nur, wenn ich mich richtig gut fühle. So, als könnte ich fliegen“, meinte Aubameyang.

Turn-Weltmeister Hambüchen: Finde solche Einlagen cool

Unterstützung erhält der Dortmunder Stürmer von Turn-Weltmeister Fabian Hambüchen: „Es hängt immer davon ab, wie gut der Sportler einen Salto beherrscht. Aber Aubameyangs Salto sieht technisch ganz gut aus. Das Einzige, was ich auszusetzen hätte, wäre, dass er bei der Landung nicht so tief in die Hocke geht.“ Hambüchen mag den ausgelassennen Jubel. „Ich finde solche Einlagen immer sehr cool, das sind Emotionen pur! Die Fans freuen sich, und man selbst hat einfach einen riesen Spaß dabei. Ich würde ihm den Salto nicht verbieten.“

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