Schaaf vermisst „Häuptling“ Andreasen

Hannover –  Hannover 96 ist in akuter Abstiegsgefahr. Im fünften Rückrundenspiel setzte es am vergangenen Sonntag die fünfte Niederlage (0:1 gegen Augsburg). Mit 14 Punkten stehen die Niedersachsen auf dem letzten Tabellenplatz. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt acht Punkte. Auf Platz 17 fehlen bereits vier Punkte. Thomas Schaaf denkt nicht ans Aufgeben, sagt aber, wo es hakt.

Frankfurt's headcoach Thomas Schaaf is pictured during the German first division Bundesliga football match between FC Bayern Muenchen vs Eintracht Frankfurt in Munich, Germany, on April 11, 2015. AFP PHOTO / CHRISTOF STACHE RESTRICTIONS - DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER MATCH. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050. (Photo credit should read CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images)
Thomas Schaaf sollte Hannover eigentlich aus der Abstiegszone führen. Nun ist die Lage für die Niedersachsen bedrohlicher geworden. Foto: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images

96 fehlen Häuptlinge

Hannover 96 hat gegen den FC Augsburg verunsichert gewirkt. Typische Szene: Vor dem Gegentreffer von Koo rannten sich die Teamkameraden Gülselam und Prib um. Führungsspieler in dieser kritischen Phase waren dagegen nicht zu sehen. Ein solcher Spieler könnte jedoch Leon Andreasen sein. Nur fällt der dänische Mittelfeldspieler seit der Wintervorbereitung aus. Er ist am Sprunggelenk verletzt. „Es ist noch nicht gut“, weiß Trainer Schaaf der Zeitung Neue Presse zu berichten. Gegen Augsburg hat Schaaf diesen Spielertyp wohl schmerzlich vermisst. Bei der Heimniederlage „war kein Häuptling auf dem Platz“, sagte Schaaf und bedauerte das Fehlen von Andreasen: „Er kann leider nicht dabei sein. Leon ist ein ganz wichtiger Typ.“

Aufgeben kein Thema

An Rücktritt denkt Thomas Schaaf nach der Pleitenserie zum Auftakt dennoch nicht. „Aufgeben kann ich nicht, da ist in meinem Programm nicht vorgesehen“, zeigte sich der 54-Jährige kämpferisch. Er räumte jedoch: „Hoffnung ist insgesamt wenig da.“ Und dennoch versucht er Zuversicht auszustrahlen: „Es ist im Fußball so, dass wir auch jetzt immer noch genügend Spiele haben.“

Abstieg kostet 40 Millionen

Unterdessen hat Hannover 96 die Planungen für die Zweite Liga aufgenommen und wird die Lizensierungsunterlagen bis zum 15. März bei der DFL einreichen. 90 Prozent der Spieler haben nach einem Abstieg noch einen gültigen Vertrag, heißt es in dem Bericht der Neuen Presse. Die Gehaltseinbußen für die Spieler würden im Schnitt bei 40 Prozent liegen. Hannover 96 würde im Falle des Abstiegs laut Schätzungen des Geschäftsführers Martin Bader insgesamt 40 Millionen Euro verlieren, was sich unter anderem aus geringeren Einnahmen im Ticketing und bei den Auszahlungen der TV-Gelder bemerkbar mache.

fussball.news ist Partner von Mein Sportradio

Diskutiere mit