Bundesliga

Schalke-Keeper Fährmann: BVB ist Vorbild

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München – Wenn ein Schalker den Rivalen Borussia Dortmund lobt, dann begibt sich der Spieler in der Regel auf gefährliches Terrain. Doch Torwart Ralf Fährmann will mit seinem Lob an den BVB auch eine erfolgreiche Perspektive für die Königsblauen aufzeigen: Einem guten Trainer Zeit für die Entwicklung der Mannschaft schenken, um dann durchzustarten – wie einst Borussia Dortmund unter Jürgen Klopp.

Fährmann: Breitenreiter der beste Coach

„Wir haben mit Andre Breitenreiter einen Trainer bekommen, der versucht, im Verein vieles zu verändern. Ich halte sehr große Stücke auf ihn“, erklärte nun Ralf Fährmann im Gespräch mit dem kicker. Der 27-Jährige lobte Breitenreiter: „Er ist der beste Trainer, den ich jemals hatte, und ich würde mich freuen, wenn ich die nächsten Jahre mit ihm zusammenarbeiten dürfte.“ Doch Fährmann fürchtet, dass das Schalker Umfeld bald Unruhe ins Team bringen könnte: „Die Entwicklung dauert lange, gerade auf Schalke bekommt man die Zeit oft nicht.“

Gegenmodell BVB

Borussia Dortmund führte er als Gegenmodell an. „Das beste Beispiel ist Borussia Dortmund – auch wenn mir das als Herzens-Schalker ein Stück weit wehtut, das zugeben zu müssen. Aber sie haben es mit Jürgen Klopp vorgemacht“, stellte Fährmann fest. Nach Startschwierigkeiten hatte der BVB zwei Mal in Folge die Meisterschaft gewonnen. Der Erfolg, so Fährmann, war beim BVB „später umso größer und konstanter. Ich hoffe, dass wir das auf Schalke in ähnlicher Weise schaffen können“.

Zunächst ein „Kulturschock“

Darüber hinaus betonte Fährmann nochmals seine Verbundenheit zu Schalke 04. 2003 wechselte der gebürtige Chemnitzer in die Jugend des FC Schalke. „Als ich damals im Ruhrgebiet ankam, habe ich einen Kulturschock bekommen“, erinnerte sich Fährmann und führte aus: „Damals in Chemnitz war nahezu keiner meiner Mitschüler aus dem Ausland, an der Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen waren mehr als die Hälfte türkischer Abstammung.“ Diese Mischung, so der Schalker, zeichne das Ruhrgebiet aus, „ebenso die Mentalität der Menschen, die einem immer geradeaus ins Gesicht ihre Meinung sagen. Ob es einem nun passt oder nicht“.

Fährmann ist Schalke sehr verbunden

Fährmann verlängerte kürzlich seinen Vertrag von 2019 auf 2020 zu kaum veränderten Bezügen. „Mein Bestreben war es nicht, Spitzenverdiener der Mannschaft zu sein. Für mich war wichtig, dass ich meinen Traum noch weiter leben darf“, betonte er und ergänzte: „Ich weiß, dass ich mein Leben in dieser Region verbringen möchte.“

Zukunft als Torwart-Trainer?

Nach seiner aktiven Zeit ziehe er in Betracht, weiter für Schalke tätig zu sein. „Ich könnte mir vorstellen, ein Sportmanagement-Fernstudium zu machen, aber auch als Jugend-Torwarttrainer zu arbeiten. Ich würde es gut finden, junge Talente fördern zu können, gern auf Schalke“, blickte Fährmann voraus.

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