Schatzschneider schützt Erdinc

München – Mevlüt Erdinc hat für Hannover noch keinen Treffer erzielt, der Stürmer wird wohl im Winter verkauft. Dieter Schatzschneider, Stürmer-Legende und eng befreundet mit 96-Boss Martin Kind, liefert nun eine Erklärung für die Tore-Misere von Erdinc.

SEHNDE, GERMANY - JULY 21: Mevluet Erdinc of Hannover during the preseason friendly match between Hannover 96 and RCD Mallorca at Wahren-Dorff stadium on July 21, 2015 in Sehnde, Germany. (Photo by Joachim Sielski/Getty Images)
Mevlüt Erdinc kommt bei Hannover nicht in Tritt. Eine schnelle Trennung  bahnt sich an. Foto: Joachim Sielski / Getty Images

Merkwürdige Erklärung – auf den ersten Blick

In dieser Woche wurde bereits über einen vorzeitigen Abgang von Mevlüt Erdinc aus Hannover spekuliert. Der Neuzugang konnte in Hannover nicht überzeugen und als Stürmer noch keinen Treffer für seinen neuen Verein erzielen. Jetzt liefert der ehemalige Angreifer von Hannover 96 und dem Hamburger SV, Dieter Schatzschneider, eine auf den ersten Blick merkwürdige Begründung.

Strafraum-Stürmer statt Konter-Spieler

„Seine Oberschenkel sind zu dick“, sieht der 57-Jährige im Gespräch mit der Bild-Zeitung die Statur des Stürmers als Grund für die Anlaufschwierigkeiten im Dress der 96er. In der weiteren Ausführung konkretisiert Schatzschneider: „Erdinc passt von seinem Körperbau überhaupt nicht zu unserer Spielweise. Mev ist einer für den Strafraum, die kurzen, schneller Dinger. Annehmen, umdrehen, Abschluss. Aber wir kommen doch nur drei Mal pro Halbzeit nach vorne, spielen fast ausschließlich auf Konter.“

Statur wie Gerd Müller

Schatzschneider sieht in Erdinc einen Spielertypen, den Gerd Müller früher verkörpert hat. Einen Stürmer, der für das System der Niedersachsen nicht ausgelegt ist. „Der Junge tut mir echt leid. Weil
er was drauf hat, es bei uns aber nicht zeigen kann. Erdinc wird hier zum Gespött – und kann nix dafür“, glaubt Schatzschneider an das Potential des Türken. Schatzschneider sieht die Fehler in der Planung: Ein Spielertyp eben, der nicht ins System pass.

Erdinc kam vor der Saison für 3,3 Millionen Euro vom französischen Erstligisten AS St. Etienne. In der abgelaufenen Spielzeit erzielte der 28-Jährige acht Treffer in 26 Begegnungen.

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