Bundesliga

Schieber dachte an Karriere-Ende

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München – Im März 2015 hat Julian Schieber einen Knorpelschaden im linken Knie erlitten und ist seitdem außer Gefecht gesetzt. Im kicker hat der 26-Jährige nun über seine Leidenszeit gesprochen – und für ein mögliches Comeback um Geduld geworben.

Freude auf 2016

„Ich bin nicht böse darüber, dass 2015 vorbei ist. Aber es ist nicht so, dass ich jetzt mit dem Finger schnipse und sofort durchstarte. Ich kann Hertha noch nicht helfen“, warb Schieber um Geduld. Mit dem Ball könne er alles machen, jedoch fehle ihm „die letzte Sicherheit, die letzten Prozent, um zu sagen: Ich stürze mich wieder komplett ins Getümmel. Noch laufe ich nicht ganz rund.“

Zwang hilft nicht

Er könne sein Comeback eben „nicht erzwingen. Es gab in der ganzen Zeit immer wieder Phasen, in denen es tolle Fortschritte gab – und dann Tage oder Wochen, in denen nichts voranging“, berichtete Schieber, der selbst seine Ungeduld einräumte: „Ich kann das, was ich am liebsten mache, nicht tun – und der Zeitpunkt der Rückkehr ist ungewiss: Das zehrt an den Nerven.“

Gedanken ans Karriere-Ende

Schieber verriet, dass er sich sogar Gedanken über ein vorzeitiges Karriereende gemacht habe. „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es die (Gedanken, d. Red) nicht gab“, so Schieber, der ergänzte: „Die letzten zehn Monate waren die schwerste Zeit meiner Karriere.“ Nun fiebere er aber darauf hin, dass die Leidenszeit ende. „Mein Ziel ist es, in der Rückrunde wieder ein Bundesliga-Tor zu schießen“, drückte Schieber seine Hoffnung aus.

Knie bereitet weiter Probleme

Haupthindernis sei immer noch das Knie, dass nicht jeder Belastung standhalte. Er brauche zudem wieder Sicherheit in den Zweikämpfen und müsse Muskelmasse aufbauen. „Ich bin noch nicht so weit, wie einige denken. Ich lasse mich auch nicht hetzen. Es kann schnell gehen, aber es kann jetzt auch noch etwas dauern“, sagte Schieber.

Hoher Erwartungsdruck

Er spüre auch den Wunsch im Klub und die medialen Erwartungen auf sein Comeback. „Manchmal nerven mich diese Erwartungen, obwohl ich sie natürlich nachvollziehen kann“, gab Schieber zu. Sein Ziel sei es zudem, nun „wieder der Alte zu werden – und noch ein bisschen besser.“

Lob an Ibisevic und Kalou

Dass derzeit beim Tabellen-Dritten Vedad Ibisevic und Salomon Kalou als Sturmduo prächtig harmonieren, freut Schieber. Sorge, dass er dem Konkurrenzkampf nicht standhalten könne, macht er sich jedoch nicht. „Die beiden machen es super“, lobte Schieber, der betonte: „Aber ein Stürmer, der Tore schießt, wird immer gebraucht. Ich hab‘ Muskelmasse verloren, aber nicht meinen Torinstinkt.“

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