Schmadtke: Schiris unsicher

München – Beim 1:1-Remis der Kölner in Bremen zeigte sich FC-Sportdirektor Jörg Schmadtke mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns alles andere als einverstanden, weshalb er die Unparteiischen als „Eierköppe“ bezeichnete. Im Interview mit dem kicker bezieht Schmadtke, der zur Halbzeit auf die Tribüne verbannt wurde, nun Stellung.

Jörg Schmadtke (r.) zeigt sich mit den Leistungen der Schiedsrichter in letzter Zeit nicht ganz zufrieden. Foto: GUENTER SCHIFFMANN/AFP/Getty Images
Jörg Schmadtke (r.) zeigt sich mit den Leistungen der Schiedsrichter in letzter Zeit nicht ganz zufrieden.
Foto: GUENTER SCHIFFMANN/AFP/Getty Images

„Wir leiden nicht unter Verfolgungswahn“

Dabei waren vor allem die vielen fragwürdigen Entscheidungen in den letzten Wochen gegenüber den Kölnern Grund für den Wutausbruch, wie Schmadtke erklärt: „Wir leiden nicht unter Verfolgungswahn, stellen uns aber die Frage, warum es diese Vielzahl komischer Entscheidungen gibt. Dass die Schiris einen schweren Job haben, darüber brauchen wir uns nicht zu unterhalten.“

Schiedsrichter sollten sich jeden Woche stellen können

Doch auch, wenn für Schmadtke die Schiedsrichter in seinen Augen in letzter Zeit verunsichert seien, dürfe das für die Referees keine Ausrede sein: „Die Schiedsrichter werden im Übrigen dafür bezahlt, sich jede Woche zu stellen.“

Schwache erste Hälfte Hauptgrund für Punkteteilung

Beim 1:1 in Bremen lag es laut dem Sportchef aber hauptsächlich an der Mannschaft, dass es am Ende nur eine Punkteteilung gab: „Die erste Halbzeit war schlecht, richtig schlecht. Wenig Körperlichkeit, wenig Fußball, zaghaftes Vorgehen insgesamt.“

Der Geist stimmt

Gleichzeitig nahm Schmadtke aber auch Positives mit aus der Partie und lobte sein Team: „Die zweite Halbzeit war extrem gut. Wir sind 120 Kilometer gelaufen – am vorletzten Spieltag der Hinrunde. Der Geist stimmt auch, am Ende war es ein Punkt der Moral.“

Zum Abschluss gegen Dortmund

Für den 1. FC Köln geht es am letzten Spieltag der Vorrunde nun gegen den Zweitplatzierten aus Dortmund. Auch wenn sich Schmadtke der großen Herausforderung bewusst ist, gibt er sich nicht im Vorfeld geschlagen: „Wir wollen etwas mitnehmen. Zugegeben, es wird eine große Herausforderung. Aber wir rechnen doch nicht nur gegen 15 Gegner mit Punkten, weil gegen Bayern und Dortmund sowieso nichts geht.“

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