Schmadtke: Note 5 für Schiris

München – Mit aktuell 24 Punkten spielt der 1. FC Köln eine starke Saison. Geht es nach Kölns Manager Jörg Schmadtke verhinderten neben den schwankenden Leistungen des Teams auch fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter eine noch bessere Punkteausbeute.

Jörg Schmadtke (r.) zeigt sich mit den Leistungen der Schiedsrichter in letzter Zeit nicht ganz zufrieden. Foto: GUENTER SCHIFFMANN/AFP/Getty Images
Jörg Schmadtke (r.) zeigt sich mit den Leistungen der Schiedsrichter in letzter Zeit nicht ganz zufrieden.
Foto: GUENTER SCHIFFMANN/AFP/Getty Images

Für Köln wäre mehr drin gewesen

„Es gab viele Schiedsrichter-Entscheidungen gegen uns. Dazu haben wir viele Torchancen nicht genutzt. Deshalb ist man nicht total verrückt, wenn man sagt: ‚Sechs Punkte mehr wären schon drin gewesen'“ sagte Schmadtke der Bild-Zeitung.

Schmadtke: Zu viele gravierende Fehlentscheidungen

Auf die Frage, welche Note er den Schiedsrichtern in der aktuellen Spielzeit geben würde, zeigte sich der ehemalige Torhüter knallhart: „Eine 5! Ich weiß um die Schwierigkeit des Jobs. Druck, Schwalben – das macht es nicht leichter für die Schiedsrichter. Aber ich habe das Gefühl, dass es fast keinen Spieltag in der 1. und 2. Liga gibt, an dem es keine gravierenden Fehlentscheidungen gibt. Diese Anhäufung finde ich erstaunlich. Und ich fürchte, dafür gibt es auch Gründe.“

Immer schnellerer Fußball kann Problem werden

Eine Ursache für diesen Trend sei laut Schmadtke im immer schneller werden Tempo-Fußball zu sehen, der die Schiedsrichter womöglich überfordere. „Die läuferischen Voraussetzungen von heute und von vor 15 Jahren sind völlig unterschiedlich“, so Schmadtke, der ausführte: „Unsere Spieler sind durch Training darauf vorbereitet, körperlichen Belastungen standzuhalten und nach kurzen Erholungspausen schon wieder den nächsten Sprint anzuziehen. Ich weiß nicht, ob ein Schiedsrichter noch in der Lage ist, den läuferischen Ansprüchen zu genügen.“

Wann qualifiziert sich Köln wieder mal für den Europacup?

Zweiter Schiedsrichter auf dem Platz?

Der Kölner Sportchef macht Vorschläge, um die vermeintlichen Probleme zu lösen: „Vielleicht müssen wir noch einen zweiten Schiedsrichter auf dem Platz dazu holen! Darüber muss man mal nachdenken und diskutieren. Genau wie über einen Profi-Schiedsrichter und Videoschiedsrichter.“

Schmadtke: Köln im Aufwind

Im Gespräch mit der Bild-Zeitung beurteilte Schmadtke jedoch nicht nur die Unparteiischen, sondern gab auch seiner eigenen Mannschaft eine Note: „Eine 2! Ich finde, wir haben für unsere Möglichkeiten eine richtig gute Runde gespielt. Wirtschaftlich geht es vorwärts, spielerisch sind wir attraktiver geworden. Dazu der krönende Abschluss mit dem Dortmund-Sieg. Es war ein extrem emotionales Spiel, das späte Sieg-Tor – perfekt zum Abschluss.“

Klassenerhalt das Highlight aus 2015

Doch nicht der aktuelle Höhenflug der Kölner sei für ihn das Highlight des Jahres, sondern der erreichte Klassenerhalt mit dem FC im Sommer 2015.

Kölns Manager Jörg Schmadtke zeigte sich in dieser Spielzeit des Öfteren nicht mit den Entscheidungen der Schiedsrichter zufrieden. Der Höhepunkt der Debatte war dabei die Verbannung Schmadtkes auf die Tribüne beim 1:1 der Geißböcke in Bremen am 16. Spieltag. Er hatte den Schiedsrichter als „Eierkopf“ bezeichnet.

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