Bundesliga

Schmidt: Strafe droht nach Schiedsrichter-Ärger

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München – Roger Schmidt droht nach dem Spielabbruch bei der Partie zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund eine längere Sperre. Der Coach der Werkself verließ nach Anweisung des Schiedsrichters nicht sofort die Coaching-Zone, weshalb die Partie in der Folge für neun Minuten unterbrochen wurde. Ein Präzedenz-Fall, der Bayer noch richtig schmerzen könnte.

Schmidt droht empfindliche Strafe

Roger Schmidt gab nach der Partie, als sich die Gemüter etwas beruhigt hatten, bei der Pressekonferenz zu: „Natürlich war das vielleicht ein bisschen stur von mir.“ Der DFB-Kontrollausschuss befasst sich jetzt mit diesem Präzedenz-Fall. Nach Bild-Informationen soll es vor dem nächsten Spieltag bereits ein erstes Urteil geben. Wahrscheinlich ist, dass der Coach einige Spiele Sperre und eine Geldstrafe aufgebrummt bekommt. Das genaue Strafmaß lässt sich allerdings noch nicht abschätzen.

Ein nächstes Kapitel im Kuriositäten-Kabinett

Noch nie zuvor musste ein Schiedsrichter ein Spiel unterbrechen, weil ein Trainer den Anweisungen nicht Folge leistete. Die Wut entlud sich nach dem Führungstreffer durch Pierre-Emerick Aubameyang. Ein Freistoß tief in der Dortmunder Hälfte wurde 4,55 Meter vom Tatort schnell ausgeführt, der Angriff führte zum Tor des Tages. Schmidt echauffierte sich lautstark und wurde von Felix Zwayer auf die Tribüne verwiesen, weigerte sich aber zu gehen. Der Referee unterbrach daraufhin die Partie für neun Minuten und sorgte für große Verwunderung auf der Tribüne und vor den Bildschirmen.

Schiedsrichter kritisieren Schmidt

Thorsten Kinhöfer, Ex-Schiedsrichter und Experte bei Bild-am-Sonntag, nahm Zwayer bei Bild in Schutz: „Er hat alles richtig gemacht. Das ist grob unsportlich von Roger Schmidt. Das Spiel wäre abgebrochen worden, wenn Schmidt den Innenraum nicht verlassen hätte. Das wird sicherlich ein juristisches Nachspiel haben.“ DFL-Schiedsrichter Hellmut Krug schlug in die gleiche Kerbe: „Das wird ein Fall für den Kontrollausschuss. Eine längere Sperre für Roger Schmidt ist durchaus denkbar.“ Schmidt muss in der Tat Sorgen haben – denn er ist Wiederholungstäter. Er wurde im Februar 2015 bei der 1:2 Niederlage gegen den SV Werder Bremen schon einmal auf die Tribüne verwiesen.

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