Nationalmannschaft

Schneider: „Schweinsteiger ist in Manchester-Spielsystem nicht gut integriert“

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München – Thomas Schneider ist seit Herbst 2014 Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Im Interview mit der Münchner Abendzeitung sprach der 43-Jährige nun über die schwierig verlaufene EM-Qualifikation mit dem DFB-Team, über die kritische Situation von Bastian Schweinsteiger bei Manchester United und über die Qualitäten der Gruppen-Gegner bei der EM in Frankreich.

Schutz für Schweinsteiger

Schneider beobachtet auch die deutschen Nationalspieler im Ausland, darunter Bastian Schweinsteiger bei Manchester United. Er nahm den Kapitän der Nationalmannschaft in Schutz vor zu großer Kritik. „Ich habe Bastian Schweinsteiger im letzten halben Jahr sehr intensiv verfolgt. Und ich wundere mich schon, warum er so in der Kritik steht“, sagte Schneider.

Die Mannschaftsstruktur bei Manchester sei nicht einfach, so Schneider, er habe Spiele beobachtet, „bei denen ich das Gefühl hatte, dass er in die Spielidee nicht integriert ist. Er bewegt sich in guten Räumen, ist oft anspielbar. Aber es hat den Anschein, dass die Mannschaft sein Potenzial nicht genügend nutzt. Dabei könnte er ihr viel mehr geben.“ Dennoch macht sich Schneider um Schweinsteiger wenig Sorgen: „Ich bin überzeugt, dass er in den nächsten Monaten seine Leistung abrufen wird und bei der EM ein ganz wichtiger Spieler für uns ist.“

Lob für Löw

Lobende Worte fand Schneider auch für Bundestrainer Joachim Löw. „Was Jogi Löw auszeichnet, ist neben den taktischen Qualitäten vor allem die Art und Weise, wie er ein Team führt“, betonte Schneider, der ausführte: „Wenn die Nationalmannschaft zusammenkommt, ist ein gewisser Spirit zu spüren. Jeder kommt gerne zur Nationalmannschaft, das gilt für die Spieler genauso wie für die einzelnen Mitglieder aus dem Team hinter dem Team.“ Schneider mache es viel Spaß, mit Löw zusammenzuarbeiten.

Schneider will „wahnsinnig erfolgreich“ mit DFB-Team sein

Für das neue Jahr, so Schneider, wünsche er sich „in erster Linie natürlich Gesundheit für meine Familie“ und im sportlichen Bereich: „Dass ich meinen Teil dazu beitrage, dass wir im neuen Jahr wahnsinnig erfolgreich sein werden“.

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