Schuster über seine Zukunft

München- Darmstadts Trainer Dirk Schuter wurde von der kicker-Redaktion zum „Mann des Jahres 2015“ gekürt. Im Gespräch mit dem Fachmagazin äußerte sich der Trainer des Aufsteigers über die jüngsten Erfolge des Klubs, die Hinrunde, und auch über die eigene Karriere.

Darmstadt's head coach Dirk Schuster reacts during the German first division Bundesliga football match FC Schalke 04 v SV Darmstadt 98, on August 22, 2015 in Gelsenkirchen. AFP PHOTO / SASCHA SCHUERMANN RESTRICTIONS: DURING MATCH TIME: DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE TO 15 PICTURES PER MATCH AND FORBID IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO. == RESTRICTED TO EDITORIAL USE == FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050. (Photo credit should read SASCHA SCHUERMANN/AFP/Getty Images)
Dirk Schuster führte Darmstadt von der 3. Liga in die Bundesliga. Foto: SASCHA SCHUERMANN / AFP / Getty Images

 Außergewöhnliche Entwicklung

„Es ist schon außergewöhnlich, was hier passiert ist. Ich mache das aber nicht nur an diesem Jahr fest, sondern denke auch an den Aufstieg in die 2. Liga, als wir in der Relegation gegen Bielefeld ein hervorragendes Drittligajahr gekrönt haben“, sagte Dirk Schuster über die Entwicklung des SV Darmstadt 98. Schuster mahnte jedoch: „Es ging bisher nur nach oben, wir haben viele Erfolge gefeiert, aber wir wissen auch, dass Situationen und Phasen kommen werden, in denen das Arbeiten etwas schwieriger werden wird.“

Überraschter Trainer

Über die Kontinuität in der Hinrunde zeigte sich der Coach überrascht von der eigenen Mannschaft. „Wir hatten keinen Ausreißer nach unten“, so Schuster: „Wir haben immer relativ nah am Limit gespielt, stets alles abgerufen – und dementsprechend gepunktet. Wenn mal ein schlechtes Ergebnis dabei war, haben wir im nächsten Spiel trotzdem wieder unsere Leistung gebracht.“ Der 47-Jährige bezeichnete die Entwicklung bei den Hessen „als Märchen“ und als eine Geschichte, „die es sehr selten gibt und die schwer zu wiederholen ist“.

Schuster spielte für die DDR

Schuster zog zudem Parallelen zwischen seiner Zeit als Spieler und seinem Trainerjob. Schuster, der sowohl für die DDR als auch die gesamtdeutsche Nationalmannschaft spielte, sagte: „Als Spieler wollte ich irgendwann mal in der Bundesliga spielen, das habe ich erreicht. Ich nahm mir auch vor, nicht nur das DDR-Emblem, sondern auch den Bundesadler auf der Brust zu tragen. Das habe ich erreicht. Und so tickt man natürlich auch als Trainer. Ich fing in der 4.Liga an und wollte weiter hoch, bis in die 1. Liga. Dieses Ziel haben wir gemeinsam geschafft.“

Vertrag bis 2018

Auch zu seiner Vertragssituation bezog er Stellung.„Es ist klar, dass ich nicht ewig in Darmstadt Trainer sein werde. Viele Faktoren werden eine Rolle spielen: Bei chronischer Erfolglosigkeit müssen sie vielleicht mal über den Cheftrainersessel nachdenken, auf der anderen Seite gibt es vielleicht irgendwann mal Begehrlichkeiten von anderen Klubs.“ Er verwies aber auf seinen bis 2018 gültigen Vertrag in Darmstadt und sagte: „Ich pflege schon, mich an meine Verträge zu halten.“

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