Bundesliga

Skripnik: Von Trainerjob weiterhin fasziniert

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München – Viktor Skripnik steht beim SV Werder Bremen nach nur sechs Rückrundenzählern mächtig unter Druck. Die Hanseaten bekleiden bereits wochenlang den Relegationsplatz 16 und kommen nicht von der Stelle. Der Coach wurde von Manager Thomas Eichin bereits öffentlich angezählt – und gibt bei Sport Bild Einblick in sein Seelenleben.

Leistungsträger suchen ihre Form

Werder-Coach Skripnik sieht durchaus eine fehlende Konstanz und Sicherheit im Spiel seiner Mannschaft. Man habe sich in Sachen Laufleistung und Zweikampf verbessert, ferner konnte das Team in engen Spielen  in der Schlussphase noch einmal zulegen und Punkte holen. Der Ungar verteidigte bei Sport Bild: „Vergangene Serie waren meist nur die Standards unsere größte Waffe, die uns in der Hinrunde verloren gegangen ist und jetzt wieder zurückkehrt.“ Skripnik weiß allerdings auch, dass Leistungsträger der Vorsaison – genannt seien vor allem Zlatko Junuzovic oder Fin Bartels – in dieser Spielzeit noch nicht die nötige Durchschlagskraft entwickelt haben und vieles am Sturmduo Anthony Ujah und Claudio Pizarro hängt.

Skripnik brennt weiterhin für den Job

Dem Ukrainer bereitet der Job bei den Bremern trotz aller Kritik weiterhin Freude: „In meinem privaten Umfeld werde ich schon manchmal gefragt: Brauchst du das wirklich? Was antworten Sie? Ja, ich bin Profi, ich will als Trainer den nächsten Schritt machen. Und ich bin nach wie vor fasziniert von diesem Job, weil er speziell und schwierig ist.“ Die Mannschaft brauche die nötigen Erfolgserlebnisse, etwa eine Siegesserie wie vergangene Saison, als so der Abstieg vermieden werden konnte. Die Diskrepanz in den Leistungen verwundert den neutralen Beobachter. Skripnik dazu: „Im DFB-Pokal stehen wir im Halbfinale, haben unter anderem zu Hause gegen Köln, in Mönchengladbach und in Leverkusen gewonnen. Das konnten wir zu selten auf die Liga übertragen. Uns fehlt in der einen oder anderen Situation der Mut, wir haben vielleicht Angst, zu verlieren oder den entscheidenden Fehler zu machen. Das ist Kopfsache, das kann man nicht trainieren.“

Duell gegen Ex-Trainer wartet

Nach der Partie bei Bayer 04 Leverkusen warten am Wochenende das Kellerduell gegen Hannover 96 und Ex-Werder-Trainer Thomas Schaaf. Skripnik und sein ehemaliger Coach, mit dem er 2004 deutscher Meister wurde, hätten ein gutes Verhältnis, auch die Frauen würden sich gut verstehen. Skripnik sagte allerdings auch: „Seit Thomas bei Hannover ist, haben wir seltener Kontakt. Jeder hat Respekt vor dem Job des anderen. Momentan denke ich auch an wichtigere Dinge: wie wir in Leverkusen und gegen Hannover erfolgreich sein werden.“ An ein Aufgeben denkt er nicht: „Aber ich bin seit 20 Jahren hier, habe viel erlebt. Auch mein Trainerteam hat eine enge Bindung zu Werder. Für diesen Klub zerreißen wir uns!“ Damit Bremen im Abstiegskampf den dringend benötigten Befreiungsschlag landet.

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Über Christopher Michel

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