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Starke Defensive – schwacher Coman: So hat Leverkusen den Bayern ein 0:0 abgetrotzt

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München – Bayer 04 Leverkusen hat am 20. Spieltag sich torlos vom FC Bayern München getrennt. Grund für den Punktgewinn von Bayer und warum sich der FC Bayern so schwer Tat in Leverkusen lässt ein Blick auf die Statistik zu. Grundlage sind die offiziellen Daten der DFL.

 


Leverkusen stark in Zweikämpfen

Leverkusen wehrte sich von Beginn an gegen die spielstarken Münchner, 17:11 lautet am Ende die Foulspiel-Bilanz für Bayer, was zeigt, dass sich die Hausherren richtig ins Zeug warfen. Zwar gewann Bayern mehr Zweikämpfe (53%), in den wichtigen Momenten blieben die Leverkusener aber meist Sieger. Herausragend dabei Jonatahna Tah, der 71% seiner Zweikämpfe gewann. Ebenso beachtlich: Leverkusens Stefan Kießling gewann mehr als die Hälfte seiner Duelle (52%), was für einen Stürmer beachtlich ist. 17 gewonnene Zweikämpfe waren sogar der Top-Wert bei Leverkusen, nur Bayerns Alonso gewann mehr Zweikämpfe (23). Auch die 60% Ballbesitz der Bayern sind für die Münchner ein schwacher Wert, meist liegt der Wert bei deutlich über 70%. Insgesamt gab es 218 Duelle in dieser Partie, so viele mussten die Bayern in noch keinem Spiel in dieser Saison bestreiten.

Bayern war Flanken-lahm, schwacher Coman

Oftmals wurde Kingsley Coman für seine Aktionen über den rechten Flügel gefeiert, in Leverkusen erwischte er einen schwachen Tag. Von den neun Flanken der Bayern, kam nur eine von ihm. Er verzeichnete zudem die meisten Fehlpässe im Spiel (13; wie Wendell und Kießling). Zum Vergleich: Acht der neun Flanken kamen über die rechte Münchner Seite, sieben davon gingen auf das Konto von Douglas Costa (1 von Philipp Lahm).

Bayer mit überragender 1. Halbzeit in Defensive

Besonders in der 1. Halbzeit lieferte Leverkusen defensiv eine überragende leistung ab. Zum Einen attackierte das Team von Trainer Roger Schmidt die Bayern früh in der eigenen Hälfte mit bis zu sechs Mann im Umkreis von 25 Metern vor dem Bayern-Tor, wozu auch eine fleißige Laufleistung zählte – 111.9 Kilometer, überragend Kevin Kampl mit 11.79 km, vs. 107.9 km des FCB -, zum Anderen ließ Leverkusen besonders in Halbzeit eins nichts zu. Der FC Bayern brachte keinen einzigen Schuss aufs Tor und gab überhaupt nur einen Schuss ab. Auch ein Indiz: Die für Bayern unüblich hohe Fehlpassquote von über 20% (22.3%).

Müller immer gefährlich

Acht ihrer neun Torschüsse gaben die Münchner in der 2. Halbzeit ab. Vor allem mit der Einwechslung von Thomas Müller wurde das Angriffsspiel belebt. Müller kam zur 60., hatte zwei Großchancen und gab mit drei Torschüssen die meisten im Spiel ab (6:9 aus Leverkusener Sicht).

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Über Daniel Michel

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