Sogar der BVB ist für den Videobeweis

München – Im gestrigen Bundesliga-Heimspiel profitierte Borussia Dortmund davon, dass es derzeit noch keinen Videobeweis gibt. Beim Führungstor von Aubameyang stand der Gabuner eindeutig im Abseits. Dennoch sprach sich der BVB für die Einführung der Video-Technik aus.

Thomas Tuchel befürwortet die Einführung des Videobeweises. (Foto: Christof Koepsel/Getty Images For MAN)
Thomas Tuchel befürwortet die Einführung des Videobeweises. (Foto: Christof Koepsel/Getty Images For MAN)

Plädoyer für den Videobeweis

Ingolstadt-Trainer Ralph Hasenhüttel war außer sich vor Wut und fühlte sich um wertvolle Punkte betrogen. Thomas Tuchel konnte seinen Kollegen gut verstehen. Der BVB-Trainer hielt ein Plädoyer für den Videobeweis: „Es kann nicht sein, dass die vier Schiedsrichter es nicht wissen, aber jeder im Stadion mit einem Smartphone weiß es zehn Sekunden später. Ich bin glühender Verfechter davon, jedes Tor zu überprüfen“, sagte der 42-Jährige.

BVB-Kapitän: Pro Videobeweis

Mats Hummels, der gestern von einigen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen profitierte, pflichtete seinem Trainer bei: „Ich bin klar für den Videobeweis. Das bin ich schon seit langer Zeit und das wird sich auch nicht ändern. Es wäre wichtig, wenn nur regelkonforme Tore fallen. Gefühlt müsste man bei zehn bis 15 Prozent der Tore anders entscheiden“, so der Kapitän der Schwarz-Gelben.

Ist die Einführung eine Frage der Zeit?

Auch Schiedsrichter Guido Winkmann sehnte den Videobeweis offenbar herbei: „Fakt ist, es ist Abseits. Fakt ist, es ist spielentscheidend. Fakt ist auch: Wir diskutieren über zwei weitere Szenen. Dann trifft es dreimal Ingolstadt“, räumte er ein. Selbst wenn ich das Abseitstor auf der Leinwand gesehen hätte, hätte ich es nicht zurücknehmen dürfen.“ Dieses Problem könnte sich in der Zukunft erledigen, wenn der Videobeweis eingeführt wird. Die Befürworter summieren sich nahezu täglich.

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