Sommer: „Neuer hat Risiko deutlich minimiert“

München – Yann Sommer hat mit Borussia Mönchengladbach eine verrückte Hinrunde absolviert: Nach fünf Niederlage zu Beginn sprangen für die „Fohlen“ noch 29 Punkte heraus. Zuletzt hagelte es aber zu viele Gegentore – 24 Stück in acht Pflichtspielen. Dass sich diese Tatsache wieder ändern muss, erklärt der Schlussmann im Interview mit Spiegel Online.

Yann Sommer findet, dass Manuel neuer seine Risikobereitschaft in der Bundesliga minimiert hat. (Foto: Laurence Griffiths/Getty Images)
Yann Sommer findet, dass Manuel neuer seine Risikobereitschaft in der Bundesliga minimiert hat. (Foto: Laurence Griffiths/Getty Images)

„Gegner muss es schwer haben, Tore zu erzielen“

Dass 24 Gegentore aus den letzten acht Pflichtspielen deutlich zu viele sind, bestätigt Yann Sommer und setzt gleich zur Fehleranalyse an: „Wir spielen jetzt etwas offensiver als vorher. Und wir haben nicht immer so verteidigt, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir hatten relativ einfache Ballverluste und das hat der BVB dann eiskalt ausgenutzt. Daran müssen wir arbeiten. Der Gegner muss es wieder richtig schwer haben, gegen uns Tore zu machen, so wie in der vergangenen Saison“, äußerte Sommer im Austausch mit Spiegel Online. Damit schielt der Keeper auf die Saison 2014/15: Gladbach schloss das Jahr auf dem dritten Tabellenplatz mit nur 26 Gegentoren ab. Dies entsprach dem zweit besten Wert hinter Meister Bayern München.

„Neuer hat Risiko minimiert“

Der 27-Jährige, kam im Sommer vor zwei Jahren vom FC Basel zur Borussia, lobte im Interview die WM-Leistung seines Torwart-Kollegen Manuel Neuer. Der Welttorhüter hätte mit „sehr viel Risiko“ gespielt – was sich am Ende auch bezahlt gemacht hat. Dennoch beobachtet Sommer, dass Neuer diese Risikobereitschaft in der Bundesliga „deutlich minimiert“ hat. Und ob den Gladbacher diese Art des Torwartspiels anstecke? Er wolle grundlegend niemanden nachahmen. „Das Spiel mit dem Fuß ist wichtig, aber mein Hauptberuf ist immer noch das Bällehalten“, sagte Sommer.

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