Spielbericht Hertha – Ingolstadt: Hertha glückt Blitztor – und der 1. Sieg 2017!

München – Hertha BSC hat den FC Ingolstadt mit 1:0 besiegt. Genki Haraguchi traf für die Hertha bereits in der 1. Minute!

Salomon Kalou (r.) bereitete das 1:0 für die Hertha vor. Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Aufstellung:

Hertha-Coach Pal Dardai nahm gegenüber der 1:2-Niederlage in Freiburg drei Änderungen in der Startelf vor: Sebastian Langkamp ersetzte den Gelb-gesperrten Niklas Stark in der Innenverteidigung, Maximilian Mittelstädt spielte für den erkrankten Marvin Plattenhardt auf der linken Seite – und Genki Haraguchi verdrängte Per Skjelbred in der Startelf.

Ingolstadt-Trainer Maik Walpurgis musste zwei Wechsel gegenüber dem 3:1-Erfolg  gegen den Hamburger SV vornehmen. Mathew Leckie (Prellung) und Almog Cohen (Innenbandzerrung) fehlten verletzungsbedingt, Anthony Jung und Max Christiansen rückten dafür in die Startelf.

Traumstart für die Hertha

Für die Hertha startete das Spiel perfekt. Nach einem langen Ball und einer Kopfballverlängerung von Vedad Ibisevic konnte Roger den aufspringenden Ball mit der Brust nicht kontrolliert stoppen. Salomon Kalou eroberte den Ball und zog auf dem linken Flügel das Tempo an. Der nachlaufende Roger griff den Ivorer wiederum nur halbherzig an. Kalou drang in den Strafraum ein und passte in den Rücken der Ingolstädter Abwehr Richtung halbrechts, wo Genki Haraguchi aus elf Metern frei ins rechte Eck zum 1:0 für die Hertha einschieben konnte (1.). Für Haraguchi war es das 1. Saisontor – und für die Berliner nach genau einer Minute der schnellste Saison-Treffer.

Brooks räumt ab

Zaghafte Angriffsversuche der Schanzer wurden in der Folge von der Hertha-Defensive mit Abwehrchef John Anthony Brooks sofort unterbunden. Die Berliner wiederum versäumten es, in der Offensive weiter Druck auf das Tor der Ingolstädter auszuüben, doch behielten sie die Kontrolle über das Spiel.


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22 Fouls in Halbzeit 1

Das Spiel nahm unterdessen an Härte zu, insgesamt gab es in der 1. Halbzeit 22 Fouls (11:11). Nicht immer wirkte Schiedsrichter Frank Willenborg glücklich bei seinen Entscheidungen, allerdings ging es dabei meist um Fouls im Mittelfeld, die keinen spielentscheidenden Charakter besaßen. Eine Chance gab es noch im 1. Durchgang – dieses Mal für die Gäste. Hadergjonaj wurde auf rechts freigespielt und passte von der Seitenlinie flach in den Strafraum auf Pascal Groß. Der Scorer der Schanzer hatte aus neun Metern halbrechter Position relativ frei Schussbahn, doch traf er den Ball wohl nicht richtig und zielte deutlich am linken Eck vorbei (41.). Abgesehen von dem Gegentreffer, war Ingolstadt den Berlinern ein ebenbürtiger Gegner, einzig die Durchschlagskraft in der Offensive fehlte.

Stocker erhält die 1. Chance in Durchgang 2

Berlin kam in der 2. Halbzeit zunächst besser ins Spiel. Peter Pekarik flankte von rechts halbhoch in den Strafraum, Valentin Stocker kam acht Meter vor dem Ingolstädter Tor an den Ball, doch Hadergjonaj störte den Schweizer noch rechtzeitig und verhinderte mit seinem Zweikampf das zweite Gegentor für die Schanzer (49.). Ingolstadt versuchte nun, mehr für die Offensive zu tun. Die Hertha verlagerte sich auf das Konterspiel.

Lezcano mit Doppelchance für den FCI

In der 53. Minute erhielt Dario Lezcano eine Kopfballchance, der Ingolstädter bekam aber nicht genug Druck hinter den Ball. Gefährlicher wurde es im 2. Anlauf. Groß lupfte einen Freistoß in den Strafraum, Lezcano setzte sich mit hartem Körpereinsatz gegen Langkamp durch und köpfte aus acht Metern nur knapp am linken Pfosten vorbei (65.). Auch Coach Walpurgis setzte nun alles auf die Offensive. Er nahm die Defensivakteure Christiansen und Roger vom Feld, es kamen Hinterseer und Kittel (66.).

Ingolstadt erhöht den Druck

Die Hertha kam aus ihrer Passivität nicht mehr heraus – ein Distanzschuss des eingewechselten Julian Schieber (69.) über das Tor war noch die auffälligste Aktion. Ingolstadt legte an Tempo zu. Der ebenfalls ins Spiel gekommene Robert Leipertz schoss aus 15 Metern verdeckt Richtung rechtes Eck, Hertha-Torwart Rune Jarstein parierte noch rechtzeitig (77.).

Bregerie kommt zum Kopfball – Jarstein hält sicher

In den Schlussminuten wurde es nochmal hektisch, Haraguchi und Esswein schlossen die Konterchance aber nicht rechtzeitig ab (84). Auf der Gegenseite erhielt Romain Bregerie nochmal nach einer Ecke eine Kopfball-Gelegenheit, Jarstein hielt erneut sicher den Ball fest (86.). Esswein erhielt noch eine letzte Chance in der 3. Minute der Nachspielzeit, aus zwölf Metern schoss er jedoch knapp am linken Pfosten vorbei. Mit nur zwei Torchancen, aber eine sicher stehenden Defensive holte Hertha den 1. Saison-Sieg in 2017.


Spielerwechsel:

Berlin:

63. Schieber für Stocker
79. Esswein für Kalou
90. Torunarigha (Bundesliga-Debüt) für Ibisevic

Ingolstadt:

66. Kittel für Christiansen
66. Hinterseer für Roger
76. Leipertz für Jung


Schiedsrichter: Frank Willenborg


Gelbe Karten: Pascal Groß (39., FCI), Vedad Ibisevic (47., Hertha), Morales (58. FCI)


Zuschauer: 33.425

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