Sportsoziologe Pilz nimmt BVB-Boss Watzke in die Pflicht

Der Sportpsychologe und Fanforscher Gunter A. Pilz hat nach den gewaltsamen Übergriffen von Dortmund Hans-Joachim Watzke in die Pflicht genommen.

Hans-Joachim Watzke kommt einfach nicht zur Ruhe (Photo by PIXATHLON/PIXATHLON/SID/)
Hans-Joachim Watzke kommt einfach nicht zur Ruhe (Photo by PIXATHLON/PIXATHLON/SID/)

Der anerkannte Hannoveraner Sportpsychologe und Fanforscher Gunter A. Pilz hat nach den gewaltsamen Übergriffen von Dortmunder Hooligans auf Fans von RB Leipzig Hans-Joachim Watzke einen Vorwurf gemacht und den BVB-Boss in die Pflicht genommen. „Es bleibt zu hoffen, dass neben den Strafen, die er ausspricht, dann auch er selbst sich ein bisschen mehr zurücknimmt“, sagte der 72-Jährige am Montag im Gespräch mit Sky Sport News HD. Bei dem Gewaltexzess am vergangenen Samstag wurden zehn Personen verletzt.

Den Vorwurf des Leipziger Fanklubs Bornaer Bullen, Watzke habe die Vorgänge mit seinen Aussagen kontra RB Leipzig befeuert, wollte Pilz nicht so stehen lassen. „Ein Auslöser war es, glaube ich, nicht. Denn der Hass gegenüber Leipzig ist schon tiefer, und da braucht es keinen Herrn Watzke, um solche Dinge auszulösen“, sagte der Soziologe.

Richtig sei aber, so Pilz weiter, „dass natürlich diese Äußerungen überhaupt nicht dazu angetan sind, bei denen, die diese Hasskultur pflegen, auch nur ein Stück weit zurückzudenken oder zu besänftigen. Sondern eher natürlich noch einen Schuss Öl ins Feuer werfen.“ Insofern müsse man Herrn Watzke „schon einen Vorwurf machen, dass er da eigentlich durchaus etwas gemacht hat, was bei dem Ganzen nicht zur Befriedung beigetragen hat.“

Borussia Dortmund sei eigentlich der Verein, der „ansonsten ein sehr vorzeigefähiges Präventions- und Interventionskonzept hat“, führte Pilz aus. Aber das werde „natürlich durch solche unbedachten Äußerungen auch ein Stück weit konterkariert“, so Pilz.

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