Bundesliga

Huub Stevens: „Ich werde nicht wieder zurückkehren“

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München- Vor einer Woche ist Huub Stevens wegen Herzproblemen als Trainer der TSG Hoffenheim zurückgetreten. Im Interview mit der Sport-Bild sprach er über seine Entscheidung, die Reaktionen und erklärte, worauf er sich jetzt am meisten freut.

Unregelmäßigkeiten bei Routine-Untersuchung festgestellt

„Ich hatte vor rund drei Wochen eine Routine-Untersuchung bei unserem Mannschaftsarzt Dr. Thomas Frölich. Er hat festgestellt, dass mein Herz unregelmäßig schlägt“, berichtete der 62-Jährige Stevens. Danach seien nach einem „EKG unter Maximal-Belastung“ und neuen Untersuchungen weitere Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. In der Nacht nach der Diagnose habe „wenig geschlafen, wach gelegen.“ Seinen Entschluss als TSG-Trainer zurückzutreten hält er letztlich für logisch. „Diese Entscheidung hätte jeder getroffen“, so der Niederländer.

Stevens: „Werde nie mehr Trainer sein“

Auch die Enkelin sei besorgt gewesen. „Sie hat gelesen, dass Opa Herzprobleme hat, und sich viele Sorgen gemacht. Am Donnerstag habe ich sie direkt nach der Schule angerufen, um sie zu beruhigen.“ Seine Frau Toos habe gesagt, es sei die richtige Entscheidung. „Sie kennt mich und wusste, dass es nur diesen Weg gibt“, so der „Knurrer von Kerkrade. Sein Rücktritt sei aber nicht auf einen Rat der Ärzte erfolgt. „Nein, nein, überhaupt nicht. Ich alleine habe die Entscheidung getroffen. Ich habe gesehen, dass es ein Risiko gibt. Dass ich meine Gesundheit aufs Spiel setze, wenn ich weitermache“, stellte Stevens klar. Ein Comeback schließt er komplett aus: „Ich werde nicht wieder zurückkehren, nie mehr Trainer sein.“

Kein Fußball-Verbot

Im TV werde er die Spiele dennoch sehen, erklärte Stevens. „Ich habe schonvergangenen Mittwoch Bochum gegen Bayern gesehen. Das ist für mich eher Entspannung als Aufregung, wenn ich nicht in der Verantwortung stehe. Eine schöne Ballannahme, eine taktische Umstellung: Ich kann das genießen.“ Er gab zu: „Natürlich geht der Puls bei einigen Mannschaften wie Schalke, Stuttgart oder jetzt Hoffenheim ein bisschen nach oben. Aber ein Fußball-Verbot kann mir kein Arzt aussprechen.“ Zudem erklärte er sich als Freund des guten Weins. ich trinke gerne gute Weine, habe da nun während meines Engagements in Hoffenheim viele hervorragende kennengelernt. Er machte klar: „Aber auch da werde ich vorsichtig sein, denn zu viel Alkohol tut dem Herzen auch nicht gut.“ Zudem freue er sich auf die Zeit mit seiner Frau und seinen Enkelkindern.

Über David Reininghaus

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