Bundesliga

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München-Für Hannover 96 gab es am 24. Spieltag im Derby gegen Wolfsburg ein 0:4-Debakel. Ingolstadt und Köln trennten sich 1:1. Nach dem Schlusspfiff äußerten sich die Protagonisten und Verantwortlichen bei Sky:

Thomas Schaaf (Trainer Hannover 96):

… zu den Leuchtraketen der Wolfsburger Fans vor Spielbeginn:

„Es wurde jemand getroffen, aber es ist Gott sei dank nichts passiert. Es gibt leider immer noch Wahnsinnige genug. Die gehören nicht ins Fußballstadion oder sonst irgendwo hin. Da kann man nur entschlossen gegen angehen. Solche Leuchtraketen haben im Fußball nichts zu suchen.“

Ron-Robert Zieler (Torwart Hannover 96): „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit unterirdisch präsentiert. Wir haben ohne Mut gespielt und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Die Wolfsburger haben eine hervorragende Mannschaft und das eiskalt ausgenutzt. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen und eigentlich bei den Fans entschuldigen. So geht das nicht.“

Christian Schulz (Hannover 96):

… zum Spiel: „Die 20 Minuten in der zweiten Halbzeit waren vogelwild. Das haben wir atemberaubend hinbekommen. Tore schießen war nie so einfach.“

… zu den Leuchtraketen der Wolfsburger Fans vor Spielbeginn: „Das gehört nicht ins Fußballstadion, das Thema ist ja auch nicht neu. Wer die Gefährdung der Leute in Kauf nimmt, der hat hier keinen Platz.“

Martin Kind (Präsident Hannover 96, im Vorlauf des Spiels):

… zur Lage im Abstiegskampf: „Wir müssen hart kämpfen, arbeiten und vor allem Ruhe behalten. Es liegt an uns. Ich habe volles Vertrauen in Trainer Thomas Schaaf und volles Vertrauen in diese Mannschaft. Wir werden die Herausforderung annehmen und ich bin überzeugt, dass wir es schaffen.“

… zu etwaigen Planungen für die 2. Liga: „Nein, ich muss deutlich widersprechen. Wir werden immer gefragt, aber wir reden nicht darüber. Das ist ein Unterschied. Für die Lizensierung müssen wir das tun. Aber wir planen nur für die 1. Liga.“

… zu möglichen persönlichen Konsequenzen im Falle eines Abstiegs: „Ich bin überzeugt, dass wir drin bleiben. Das möchte ich ausdrücklich betonen. Ein theoretisch möglicher Abstieg wäre auch für mich eine Niederlage. Aber der Fußball geht weiter und diese Weltuntergangsstimmung ist unbegründet. Ich selber stelle mich nicht infrage, weil ich Verantwortung annehme. Verantwortung ist nicht teilbar und das bedeutet Erfolg oder auch mal Misserfolg. Wir gehen gemeinsam durch diese schwierige Zeit und werden den Klassenerhalt sichern. Dann werden wir analysieren und versuchen, Hannover 96 qualifizierter aufzustellen und weiterzuentwickeln.“

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg):

… zu den Leuchtraketen der Wolfsburger Fans vor Spielbeginn: „Das ist ein Verhalten, das wir als VfL Wolfsburg nicht tolerieren können. Es kam bei uns aus der Kurve und Pyro hat im Stadion nichts zu suchen. Da haben wir heute kein Ruhmesblatt abgegeben. Wir können uns nur bei den Verantwortlichen entschuldigen. Wir werden die Bilder auswerten und wenn jemand zu erkennen ist, dann muss man mit aller Schärfe dagegen vorgehen. Das geht nicht.“

André Schürrle (VfL Wolfsburg):

… zur Erleichterung nach seinem Dreierpack: „Wenn man alles gelesen hat, was über mich geschrieben wurde, dann kann man sich vorstellen, dass es mir extrem gut geht jetzt. Es ist eine Erleichterung und eine Genugtuung, dass ich gezeigt habe, dass ich die Qualitäten immer noch habe. Viele Leute waren bisher nicht zufrieden mit mir. Es hat auch dem Trainer gut getan, dass ich heute die Tore gemacht habe.“

… zu den Leuchtraketen der Wolfsburger Fans vor Spielbeginn: „Ich habe das gar nicht so mitbekommen, daher kann ich dazu wenig sagen. Natürlich sollte Pyrotechnik im Stadion nichts zu suchen haben, das sollte nicht passieren.“

Klaus Allofs (Geschäftsführer Sport VfL Wolfsburg):

… zu den Leuchtraketen der Wolfsburger Fans vor Spielbeginn: „Das ist etwas, das wir verurteilen. Ich glaube nicht, dass man bewusst in Richtung Hannover-Bank geschossen hat. Man muss vielleicht erwähnen, dass es im Vorfeld Einschränkungen für unsere Fans gegeben hat. Vielleicht war das der Grund. Wir haben eigentlich überhaupt keine Probleme mit unseren Fans. Zuhause hatten wir null Vorkommnisse. Von daher waren wir sehr erstaunt, dass heute so eine Reaktion gekommen ist. Ich kann mich nur entschuldigen bei den Hannoveranern. Aber ich habe schon gehört, dass nichts passiert ist. Das ist erst einmal das Wichtigste. Das wollen wir nicht sehen.“

Ralph Hasenhüttl (Trainer FC Ingolstadt): „Wir haben 60 oder 70 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht und waren fast schon zu dominant. Am Schluss ist uns dann der Saft ausgegangen. Da war der Gegner noch in der Lage, eine Schippe draufzulegen. Wenn du das zweite Tor nicht machst, dann musst du dankbar sein, dass du noch einen Punkt mitnimmst.“

Lukas Hinterseer (FC Ingolstadt) zu seinem erneuten Tor: „Wenn es läuft, dann läuft es. Für mich persönlich ist es eine schöne Sache, aber so ist der Fußball.“

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): „Die Mannschaft gibt nie auf und kämpft immer um ihre Möglichkeiten, deswegen stehe ich so auf diese Truppe. Ich hatte den Eindruck, dass wir frischer waren in der Endphase. Wir haben nicht alles richtig gemacht, sonst hätten wir drei Punkte mitnehmen können. Ich bin mit dem Punkt nicht unzufrieden, das passt schon.“

Über David Reininghaus