Stöger fürchtet Abgang von Horn

München- Kölns Trainer Peter Stöger hat in einem Interview mit dem kicker die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit kritisiert. Zudem äußerte er sich in dem Gespräch über die Entwicklung von Stammtorhüter Timo Horn und zog ein Fazit zur bisherigen Saison.

Foto: Ralf Juergens / Getty Images)
Peter Stöger spielte einst für Österreich bei der WM 1998 in Frankreich. Foto: Ralf Juergens / Getty Images

Altlasten blockieren Transferaktivitäten

„Ich kann nichts mit den Vorstellungen einiger Leute anfangen, dass  wir mit Mannschaften wie Bremen, Stuttgart und Augsburg auf Augenhöhe sind. Dafür gibt es keinen Anlass,“ ärgerte sich Stöger. Generell warb er für mehr Zurückhaltung und mehr Anerkennung der bisher gezeigten Leistungen. Erst  „wenn wir unsere finanziellen Probleme aus der Vergangenheit abgearbeitet haben, wenn wir selbst auf dem Transfermarkt richtig zuschlagen können“, sei ein Vergleich mit den genannten Klubs zulässig.

Stöger lobt Horn

Lobende Worte fand er für die Entwicklung von Torwart Timo Horn: „Seine Entwicklung geht noch schneller voran als die der Mannschaft. Ich bin zweieinhalb Jahre hier, und Timo hat nur einen richtigen Bock geschossen. Wenn man bedenkt, wie jung er ist und wie er hier im Rampenlicht steht, macht er einen außergewöhnlichen Job.“ Er fürchtet einen Verlust Horns, sollte dieser Champions League spielen wollen. „Wenn die in seinen Überlegungen eine Rolle spielt, wird es für uns schwer“, so Stöger. Torwart-Bundestrainer Andreas Köpke sieht die Champions League als großen Vorteil an. Stöger hält regelmäßige Einsätze in der Bundesliga für ausreichend.

Stöger mit Hinrunde zufrieden

Ebenso zog Stöger Fazit zur bisherigen Saison. „Ich bin im Ganzen zufrieden.“, versicherte der 49-Jährige. Wer aber glaube, der FC könne keine schlechte Phase haben, der habe „ein Problem mit der Realität“. Stöger forderte Geduld für die Arbeit mit seiner Mannschaft:“Hätten wir eine Effizienz wie derzeit Hertha, wären wir ganz vorne“, meinte Stöger und ergänzte: „Wir haben nicht diese Abgebrühtheit und Erfahrung.“

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