Strutz von Rangnick enttäuscht

München – Beim FSV Mainz scheint derzeit alles in Ordnung zu sein: Der Klub liegt mit aktuell 24 Punkten auf einem starken siebten Platz der Bundesligatabelle, nur zwei Zähler hinter dem vierten Rang, der für die Qualifikationsrunde zur Champions League berechtigt. Doch nun zeigt sich FSV-Boss Harald Strutz äußerst verärgert. Grund: RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick, der den derzeitigen U23-Trainer der Mainzer, Sandro Schwarz, trotz gültigen Vertrages bis 2017 nach Leipzig lotsen will.

Der Mainzer Fußball-Boss Harald Strutz zeigt sich von Ralf Rangnick enttäuscht. Foto: Ronny Hartmann/Bongarts/Getty Images)
Der Mainzer Fußball-Boss Harald Strutz zeigt sich von Ralf Rangnick enttäuscht. Foto: Ronny Hartmann/Bongarts/Getty Images)

Rangnicks Verhalten respektlos

„Mit uns als Klub hat keiner gesprochen, aber wir müssen uns damit jetzt auseinandersetzen. Das ist mal wieder typisch. Da muss sich Herr Rangnick auch mal die Frage gefallen lassen, ob das alles so in Ordnung ist, was er da macht“, so Strutz in der Bild-Zeitung. So betitelte er das Verhalten Rangnicks als „eine Respektlosigkeit“.

Strutz: Solches Verhalten heutzutage wohl üblich

Auch wenn für den Klub-Boss die Strategie der Leipziger in die derzeitige Zeit des Fußballs passe, zeigt er sich dennoch enttäuscht: „Mag sein, dass so ein Vorgehen in der Branche inzwischen als üblich angesehen wird. Es hat halt jeder andere Vorstellungen von Respekt. Ich aber finde das so nicht in Ordnung!“

Strutz glaubt an Schwarz-Verbleib

Im Falle Schwarz wolle der Mainzer Fußballchef zuerst das direkte Gespräch mit dem Trainer suchen, zeigt sich aber gleichzeitig optimistisch, den U23-Coach halten zu können: „Wir sind selbstbewusst genug, um sagen zu können, dass auch wir Sandro Schwarz einiges zu bieten haben. Er ist ein Ur-Mainzer. Ich schätze ihn nicht nur als Trainer, sondern auch als charakterstarken Menschen – und es ist ganz klar, dass wir alles dafür tun werden, damit er auch weiter in Mainz bleibt.“

Transferaktivitäten überschauber

Im Hinblick auf die Wintertransferperiode soll sich wie auf der Trainerbank der U23 wenig ändern. Nach Bild-Informationen sei man sich im Mainzer Lager sicher, dass die angestrebten Ziele auch mit dem derzeitigen Kader realisierbar seien.

Dies sah vor einigen Wochen aber noch ganz anders aus, wie Profi-Trainer Martin Schmidt erklärt: „Wir dachten erst, wir müssten in der Defensive noch was tun.“ Doch nach großen Leistungssprüngen innerhalb der Mannschaft, speziell im Abwehrverhalten, seien, wenn überhaupt, nur noch Offensivtransfers vorstellbar. Schmidt weiter: „Wenn wir was tun, dann jetzt eher in der Offensive.“

Heidel hält die Augen offen

Für FSV-Manager Christian Heidel seien Wintereinkäufe ohnehin nur in perspektivischer Hinsicht sinnvoll: „Klar schauen wir trotzdem. Vielleicht tun wir ja schon was im Vorgriff auf den Sommer.“

Die Mainzer Formkurve zeigt derzeit steil nach oben, seit mittlerweile sechs Ligaspielen sind die „05er“ ohne Niederlage, neben drei Siegen gab es drei Remis. Vor allem die Defensive wusste dabei zu überzeugen, denn in diesem Zeitraum konnte dreimal die Null gehalten werden.

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