HSV-Manager Todt: Gisdol und Adler müssen auf Vertragsverlängerung (noch) warten

München – Jens Todt ist der neue Manager des Hamburger SV – seine Pläne mit dem Traditionsklub:

Jens Todt wechselte von Karlsruhe nach Hamburg zurück. Foto: Thomas Niedermueller/Bongarts/Getty Images

HSV als „suchender“ Verein

Er habe den HSV zuletzt „als suchenden und mit sich kämpfenden Verein wahrgenommen. Und als einen, der auch immer mal Schlagzeilen geliefert hat, die nicht unmittelbar mit Fußball zu tun hatten“, so Jens Todt im kicker. Das wolle er natürlich ändern. Todt versuchte aber auch, die hohen Erwartungen an den HSV zu senken. „Ich habe aus der Ferne auch immer wieder eine Mannschaft gesehen, die ausgestrahlt hat, dass sie die großen Erwartungen der Stadt und der Branche nicht erfüllen kann.“ Todt ergänzte: „Wir müssen aber ehrlich sein: Es gibt kleinere Vereine, die in der Vergangenheit ein paar Jahre am Stück so gute Arbeit geleistet haben, dass sie jetzt in einer besseren Position sind.“ Er spitzte zu: „Nur weil wir im Gegensatz zu Mainz 05 mal Deutscher Meister waren, sind wir nicht im Vorteil.“ Der HSV müsse nun seinen Weg finden, dazu zähle es, die „hohe Fluktuation auf verschiedenen Positionen“ zu verringern.

Todt sucht „Sechser“

Er selbst verspüre keine Angst, sondern große Lust auf die Aufgabe. Sein Matchplan als Manager steht offenbar auch. So läuft zwar der Vertrag von Trainer Markus Gisdol im Sommer aus, doch habe nun eine andere Aufgabenstellung Vorrang, als Vertragsgespräche mit dem Coach zu führen. „Wir sind uns alle einig darüber, dass es wichtig ist, in der zentralen Defensive noch was zu machen“, so Todt, der erklärte: „Ich finde, dass wir auf der Position mit Markus Gisdol sehr gut aufgestellt sind. Unser gemeinsamer Fahrplan sieht aber vor, dass wir uns im Januar um den Kader kümmern, das hat in den kommenden drei Wochen Priorität.“

Auch Adler muss warten

So müssten auch Spieler wie Torwart Rene Adler und Ex-Kapitän Johan Djourou auf Gespräche über ihre vertragliche Zukunft warten. „Unser Hauptthema ist jetzt die Transferphase. Gespräche über auslaufende
Verträge sind kein Thema für den Januar, das muss ein paar Wochen warten“, betonte Todt nochmals. Über das Budget des HSV sagte Todt: „Es gibt eine finanziell angespannte Situation, und dennoch könnte sich durch externe Hilfe die Möglichkeit ergeben, dass wir etwas machen können. Gleichzeitig muss es natürlich unser Ziel sein, mittelfristig die Kosten zu senken.“ Worauf Todt anspielte: Investor Klaus-Michael Kühne wird wohl für neue Spieler dem HSV wieder Geld zuschießen.

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