Frankreich

Selbstkritischer Trapp analysiert Fehler ganz genau

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München – Kevin Trapp hat mit seinem Wechsel von Eintracht Frankfurt zu Paris Saint-Germain im vergangenen Sommer scheinbar alles richtig gemacht. Der Torhüter fühlt sich in der französischen Hauptstadt pudelwohl, ist Stammspieler – und darf sogar von der Teilnahme bei der EM träumen. Auch privat hat der gebürtige Saarländer sein Glück gefunden.

Ärgerliche Patzer

Kevin Trapp wurde nach seinem Wechsel von Eintracht Frankfurt zum französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain sofort Stammspieler. Trainer Laurent Blanc hielt trotz gelegentlicher Patzer und Pfiffe des Publikums am Torhüter fest. Der 25-Jährige zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen mit einer tollen Leistung im Achtelfinalhinspiel der Champions League gegen den FC Chelsea zurück, als er einen Kopfball aus kürzester Distanz von Diego Costa überragend hielt. Er möchte seine Fehler dennoch nicht unter den Tisch kehren, wie er im Focus zugab: „Die Fehler ärgern mich sehr, aber ich muss sie analysieren und verarbeiten. Natürlich dürfen Patzer nicht passieren.“

Pfiffe der Fans verständlich

Die Unmutsbekunden der Fans könne er dann verstehen: „Es waren schließlich richtige Fehler. Und ich weiß nicht, wie ich auf der Tribüne reagieren würde. In Frankfurt ist das aber schon mal vorgekommen. Ich weiß, wie ich damit umzugehen habe.“ Bei den Fans der Hessen sind diese Patzer, die nur selten vorkamen, meistens untergegangen. Trapp, der einen gewissen Glamour-Faktor erreicht hat und mit seinem sanften Lächeln die Herzen vieler Frauen höher schlagen lässt, hat die Chance bei Paris genutzt. Neben dem Glück in der Liebe, das brasilianische Model Izabel Goulart wurde bereits im Stadion gesichtet, hat er auch schnell sein Glück im neuen Verein gefunden.

Trapp lobt Entwicklung von PSG

„Ich hatte verschiedene Möglichkeiten, aber letztendlich ist PSG ein sehr interessanter Verein und ein tolles Projekt“, lobte er die Entwicklung des französischen Spitzenklubs. „In den letzten vier, fünf Jahren ist die Qualität des Vereins enorm angestiegen. Damals liefen die Gespräche mit den Verantwortlichen so gut, dass mir schnell klar war, dass PSG der richtige Weg für mich ist.“ Über Topstar Zlatan Ibrahimovic oder Einzelpersonen möchte er allerdings nicht reden: „Das Team ist seit etwa vier Jahren zusammen, aber es war dennoch kein Problem für mich, mich zu integrieren, weil alle offen sind. Sie sagten mir: „Wenn es was gibt, frag uns, denn wir können nicht erraten, wo der Schuh drückt. Du musst es uns sagen.“

EM-Traum

Die persönlich so positiv verlaufende Entwicklung rückte Trapp auch immer stärker in den Fokus von Nationaltrainer Joachim Löw. Ausgerechnet zu dem Testspiel gegen Frankreich, was durch die schlimmen Terroranschläge in den Hintergrund geriet, wurde er erstmals nominiert. Der Schlussmann schätzte seine Chancen realistisch ein und sieht eine unangefochtene Nummer Eins im Tor der Deutschen: „Ja, Manu Neuer. Er ist für mich die unangefochtene Nummer eins, seit Jahren auf Top-Niveau. Bei der WM in Brasilien hat er enorm gut gehalten und das Niveau, was Torhüterspiel angeht, noch mal hochgeschraubt. Da gibt es nichts dran zu rütteln.“ Im Konkurrenzkampf mit Marc-Andre ter Stegen oder Bernd Leno konnte er trotzdem mächtig aufholen in den vergangenen sieben Monaten.

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