Veh widert Kritik in den sozialen Netzwerken an

München – Für Eintracht Frankfurt und ihren im Sommer zurückgekehrten Trainer Armin Veh verlief die Hinserie in der Bundesliga enttäuschend. Die Hessen befinden sich mit 17 Punkten mitten im Abstiegskampf. Die Hoffnung liegt im neuen Jahr auf drei Neuzugängen – sie sollen helfen, die teils „abartige“ Kritik in den sozialen Netzwerken einzudämmen.

Armin Veh findet heftige Worte für die Kritik in den sozialen Netzwerken. (Foto vonJOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images)
Armin Veh findet heftige Worte für die Kritik in den sozialen Netzwerken. (Foto vonJOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images)

Veh verärgert: „Abartige“ Kritik in den sozialen Netzwerken

Bei den Frankfurtern ging es in der Hinrunde unruhig zu. Teile des Anhangs nahmen dem Trainer seinen Abgang zum VfB Stuttgart im Sommer 2014 krumm – „Ich will nicht mehr so oft dem Gegner zum Sieg gratulieren“, hatte Veh einst gesagt. Nach zwölf Spieltagen trat er bei den Schwaben jedoch zurück und wurde mit Häme in den sozialen Netzwerken überschüttet. Bei der Eintracht erlebte er die nächste schwierige Phase: Es gab bittere Niederlagen in der Bundesliga und ein blamables Ausscheiden in der 2. Runde des DFB-Pokal bei Erzgebirge Aue (0:1). In den sozialen Netzwerken wurden die Angriffe unerträglich für die Mannschaft und den Coach. Er schimpfte nun bei Sport1: „Dieses unsägliche Denunzieren aus der Deckung heraus finde ich abartig. Das hat aber mit Fußball nichts zu tun, das ist ein gesellschaftliches Problem.“ Sein Appell: „Doch diesen Leuten darf man einfach keine Achtung schenken, sie sind es nicht wert.“

Mit neuem Trio zum Klassenerhalt

Um die Kritik abzufedern, hat die Eintracht in der Winterpause fleißig eingekauft. Sportdirektor Bruno Hübner konnte mit Marco Fabian (3,5 Millionen Euro/Chivas), Szabolcs Huszti (ca. 0,2 Millionen Euro/Changchun Yatai) und Kaan Ayhan (Leihgebühr von 0,1 Millionen Euro/FC Schalke 04) ein neues Trio verpflichtet. Trainer Armin Veh erinnert an die vielen Verletzungen aus der Hinserie. Mit Carlos Zambrano, Stefan Reinartz, Haris Seferovic oder Marco Russ fehlten den Hessen vereinzelt ganz wichtige Stützen.

Der Coach rechtfertigt damit den Absturz und die Transferoffensive bei Sport1: „Solch eine Liste von Ausfällen haben wir mit unserem Kader nicht kompensieren können. Dies ist auch ein Grund, warum wir uns in der Winterpause mit drei Spielern verstärkt haben.“

Sonderlob für Huszti

Große Hoffnungen ruhen auf Huszti. Der Ungar war in seinen Spielzeiten bei Hannover 96 einer der besten Scorer der Bundesliga (132 Spiele/36 Tore, 39 Vorlagen). Veh lobte den linken Mittelfeldspieler: „Huszti ist sofort präsent gewesen, ist körperlich fit, und sehr variabel einsetzbar. Er wird uns noch viel Freude bereiten.“ Bei Fabian und Ayhan bleibt der Trainer in seiner Bewertung noch vorsichtiger, äußert aber keine negative Kritik: „Sie haben alle einen ordentlichen Eindruck hinterlassen.“

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