Bundesliga

Völler schimpft über Kritiker

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München – Rudi Völler ist bekannt dafür, Klartext zu reden. In einem Interview mit der Sport-Bild rechnet er mit den Kritikern seines Klubs Bayer Leverkusen ab – und stärkt Trainer Roger Schmidt den Rücken.

„Wer etwas anderes sagt, hat keine Ahnung“

Besonders nervt den Manager die pauschale Kritik („Typisch Leverkusen“) nach dem unnötigen Aus in der Champions League. „Da werden Klischees bedient“, schimpft er. Stattdessen lobt Völler lieber die Ergebnisse der Vergangenheit. „Wir haben in den vergangenen fünf Jahren viermal die Champions League erreicht. Das ist für viele eine Selbstverständlichkeit geworden. Aber wir wissen intern schon, dass Platz vier letzte Saison ein riesiger Erfolg war. Wer etwas anderes sagt, hat keine Ahnung“, stellt er klar.

Schmidt unantastbar

Sehr zufrieden ist er weiter mit der Arbeit von Trainer Roger Schmidt: „Unser Spielstil hat uns in der vergangenen Saison stark gemacht. Deshalb ist es richtig, dass der Trainer daran festhält.“ Zudem würde Schmidt „24 Stunden am Tag für den Verein arbeiten“. Stattdessen sieht Völler die Spieler in der Pflicht. „Sie müssen wieder dauerhaft ihr Top-Niveau erreichen. Wir haben oft einfach schlecht verteidigt“, urteilt er.

Ausfälle schmerzen

Doch Völler gibt auch eigene Fehler an der mageren Hinrunde zu. Leverkusen sei es nicht gelungen, erfahrene Spieler wie Simon Rolfes oder Emir Spahic adäquat zu ersetzen. „Gerade in den Phasen, wo es nicht läuft, brauchst Du solche Typen. Rolfes mit seiner ruhigen Art, Spahic auf seine Art“, sagt Völler.

Er hadert auch mit dem Verletzungspech im zentralen Mittelfeld. Besonders die langfristigen Ausfälle von Neuzugang Charles Aranguiz und Lars Bender. „Die beiden hatten wir im zentralen Mittelfeld voll eingeplant“, konstatiert der Manager. Als Alibi will er das aber nicht gelten lassen. „Wir haben viele Dinge einfach nicht gut gemacht. Es war zu oft so, dass wir nicht so bedingungslos attackiert haben wie letzte Saison“, bemängelt er.

„Sind es Stefan schuldig“

Veränderungen am Kader will Völler aber, wenn überhaupt, nur begrenzt vornehmen. Mit Lars Bender würde in der Rückrunde „ein Führungsspieler zurückkommen“. Zudem hofft Völler auf den Verbleib von Angreifer Stefan Kießling. „Wir sind es Stefan schuldig, dass wir uns mit seiner Situation beschäftigen. Aber im Winter ist ein Wechsel eigentlich unmöglich. Am liebsten wäre es mir sowieso, er würde seine Karriere in Leverkusen beenden. Woanders kann man sich ihn doch gar nicht vorstellen“, so Völler.

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