Völler setzt Herrlich unter Druck

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München – Die Saison ist erst drei Spieltage alt, da brodelt es bereits bei Bayer 04 Leverkusen. Mit Trainer Heiko Herrlich sollte es zügig bergauf gehen, der Angriff in Richtung Europa ist das Ziel. Davon allerdings sind die Leverkusener aktuell weit entfernt. Sportdirektor Rudi Völler setzt den neuen Coach unter Druck.

Völler setzt Trainer und Mannschaft unter Druck

Bayer trifft am Sonntag im Heimspiel auf den SC Freiburg. Die Favoritenrolle ist klar vergeben und Völler erwartet eine Reaktion der Mannschaft. „Wir tun gut daran, wenn wir dieses Spiel gewinnen“, sagte der 57-Jährige bei Sport Bild. Ein Ultimatum ist es nicht, doch für Herrlich steht fest: Der Druck auf seine Person erhöht sich durch eine solche Aussage gewaltig.

Klassenerhalt? Bayer hat andere Ansprüche

Der Trainer, der bei der Trainersuche im Sommer zweite Wahl hinter Peter Bosz gewesen sein soll, konnte die Probleme der Vorsaison noch nicht verringern. Mentalitätsprobleme, Abschlussschwäche und eine ungeordnete Defensive lauten die Baustellen, die es zu schließen gilt. Dies sollte schnellstmöglich geschehen, damit nicht schon frühzeitig alle Ziele über Bord geworfen werden müssen. Denn Völler stellte klar: „Wir haben andere Ansprüche. Und davon gehen wir nicht ab.“

Zügiger Umschwung nötig

Europapokal – daran wird sich Herrlich messen lassen müssen. „Wenn ich das Gefühl habe, dass etwas wirklich kritisch beurteilt werden muss, werde ich das tun“, warnte der Sportdirektor, der selbst immer mehr unter Druck gerät. Die vergangene Spielzeit war für Bayer bereits unbefriedigend, die neue droht ebenfalls zu einer Enttäuschung zu werden, wenn sich nicht schnellstmöglich etwas ändert. Ob Herrlich die Zeit dazu bekommt, die womöglich nötig ist, um einen Umschwung einzuleiten?

Über Christopher Michel

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