Völler: Englands Millionen ein Traum

München – Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler sieht die Entwicklung auf dem englischen Transfermarkt trotz teils immenser Millionenzahlungen weniger kritisch. Vielmehr würde die Bundesliga von den finanzstarken Klubs der Premier League profitieren.

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Rudi Völler ist seit 2005 Sportdirektor bei Bayer Leverkusen. Foto: Getty Images

Der Sommer war ein „Traum“

Denn auch dank der Millionenspritze durch den Verkauf von Heung-Min Song habe sich die Werkself erst in Position bringen können. „Ich finde das Geschrei über die England-Millionen übrigens übertrieben. Für uns war dieser Sommer ein Traum: Heung-Min Son ging nach Tottenham, und durch die Einnahmen konnten wir Kevin Kampl und Chicharito verpflichten. Wir haben vom englischen Geld profitiert“, sagte Völler im Spiegel.

„Mehr Druck“ für Guardiola in England

Vor dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern am Samstagabend äußerte sich Völler auch über die Zukunft des Noch-Bayern-Trainers Pep Guardiola, der in München schlichtweg über die besten Spieler verfüge. „Mit denen kann er gegen deutsche Teams kaum verlieren. Spannend wird es kommende Saison, wenn Guardiola Manchester City trainiert. Da wird sein Kader im Vergleich mit den anderen englischen Top-Vereinen nicht klar besser sein. Dann wird Guardiola häufiger gefordert sein und seine großen Qualitäten zeigen können. In England wird er mehr unter Druck stehen“, so Völler weiter.

Boateng-Ausfall heftig

Die ganzen Schlagzeilen rund um Guardiola würden beim Rekordmeister laut Völler aber lange nicht so schwer wiegen, wie der Ausfall von Jerome Boateng. „Der gehört zu den besten Innenverteidigern weltweit, vielleicht sogar zu den zwei, drei besten Spielern überhaupt. Das tut weh, garantiert uns aber keinen Sieg.“

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