Interview am Morgen

Vollborn: „Vizekusen tat mir nicht so weh wie Unterhaching“

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Köln – In Leverkusen ist er eine Vereinslegende. In Berlin geboren, ist Rüdiger Vollborn seit 1981 im Verein. Erst als Spieler, dann als Torwart-Trainer und seit 2012 als Fanbeauftragter. Als Spieler war er U-18- Europameister, U-20 Weltmeister, DFB-Pokalsieger 1993 und als sein persönliches Karriere-Highlight: der Sieg im UEFA-Cup 1988 gegen Espanyol Barcelona. Insgesamt 401 Bundesligaspiele für die „Werkself“ stehen zu Buche und nicht umsonst wurde er 2004 zum Jubiläum des Vereins ins Jahrhundertteam von Bayer 04 Leverkusen gewählt.

fussball.news: Viele Spiele in der Bundesliga, keines im Nationaldress. Hatten Sie mal Kontakt mit dem DFB 1988 oder 1990 – oder wurde noch nicht Mal angerufen?

Vollborn: Ich war bei der Europameisterschaft 1992 dritter Mann. Leider mit dem Nachteil, dass nur zwei mitgenommen wurden und der Dritte musste sich zu Hause fit halten. Das hieß also für mich im Urlaub vier Wochen lang trainieren, verreist wäre ich allerdings eh nicht, weil meine Frau und ich ein Kind erwarteten. Trotzdem habe ich vier Wochen jeden Morgen trainiert, um bereit und fit zu sein für den Notfall.

Das war mein einziger Kontakt mit dem DFB im Männerbereich. Im Jugendbereich war ich ja Jugend-Europameister und sogar Weltmeister. Zu meiner Zeit, 1988, war halt unangefochten Toni Schumacher die Nummer eins und dahinter war Uli Stein. Da gab es nichts, aber ich hatte auch gar nicht die Qualitäten von den beiden. Danach gab es auch in meinen guten Phasen immer Torhüter, die auf meinem Niveau waren. Und da konnte man niemandem böse sein, wenn sie sich nicht für dich entschieden haben.

Ob die jetzt einen Raimond Aumann (ehemaliger Nationaltorhüter, d. Red.) mitnehmen oder einen Rüdiger Vollborn war eigentlich egal. Die waren gleich gut. Bodo Illgner war vom Niveau einen Tick weiter oben, genau wie später Andy Köpke, also ich habe mich nie drüber aufgeregt, dass ich nicht dabei bin. Klar hätte ich mich mal gefreut, aber die Chance hat dann Dirk Heinen (ehemaliger Leverkusener Torwart, d. Red.) irgendwann mal bekommen. Da war ich eigentlich mit ihm und unseren Frau auf einem Pur-Konzert verabredet und er war einfach nicht da. Nachnominiert zu einem Länderspiel in Leverkusen. Und ich nur so ‚Na klar, genau.’ – aber war er dann wirklich.

Lesen Sie im zweiten Teil des Interviews, was Rüdiger Vollborn über „Ziehsohn“ Rene Adler und sein Verhältnis zu den Fans in Leverkusen sagt. Zum zweiten Teil geht es hier…

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