Bundesliga

Wagner kritisiert Ex-Verein

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München – Sandro Wagner ist kaum wiederzuerkennen. Plötzlich schießt der Stürmer von Darmstadt 98 ein Tor nach dem anderen.

Wagner: „Konnte mich ja nicht selbst aufstellen“

„Ich hab einen super Trainer und super Mitspieler. Und ich darf von Anfang an spielen. Das ist mir wichtig“, sagte Wagner in einem Interview mit der Bild-Zeitung. Einen Seitenhieb auf seinen Ex-Verein Hertha BSC, von dem er im Sommer nach Darmstadt gewechselt war, kann sich der Stürmer nicht verkneifen. „Ich konnte mich ja bei Hertha nicht selber aufstellen“, sagte er.

Kinder-Spielplatz besser als Tore

Der 28-Jährige hat jetzt bereits mehr Tore (8) erzielt hat, als in den 84 Partien zuvor (7). Zuletzt traf er sogar gegen Bayern zum 1:0 (Endstand 1:3). Es gäbe aber Schöneres im Leben. „Zum Beispiel auf dem Spielplatz mit meinen Kindern zu sein“, so Wagner, der noch skeptisch ist, ob Hertha die Champions League erreicht. „Die Hinrunde war von den Punkten top, in der Rückrunde ist es okay. Aber das erinnert mich sehr an unsere Saison von vor zwei Jahren als wir mit Trainer Luhukay ähnlichen Erfolg in der Hinrunde als Sechster mit 28 Punkten hatten und dann… (in der Rückrunde gab es nur noch 13 Punkte – Anm.d.Red.). Aber das kann sich ja noch ändern, ich drücke die Daumen, dass es jetzt besser wird“, so der ehemalige Berliner.

Zu 100 Prozent Münchner

Wagner hat noch viel Bekannte bei der Hertha. „Am meisten Kontakt habe ich noch mit Lusti und Ex-Herthaner Ben Hatira, die beiden sind gute Freunde geworden. Aber auch mit Physiotherapeut David de Mel, den Fitness-Trainern sowie Sami Allagui, Jens Hegeler und Julian Schieber habe ich immer mal wieder Kontakt. Ich hoffe, es kriegt jetzt keiner Ärger deswegen“, meinte der 28-Jährige, dessen Frau in München lebt. Dennoch vermisst Wagner auch Berlin. „Die Stadt definitiv. Ich hab dort tolle Leute kennengelernt und Berlin ist eine Weltstadt. Ich bin Münchner zu einhundert Prozent, aber Berlin ist eine andere Welt! Mit nichts vergleichbar in Deutschland. Allerdings bin ich sehr froh, dass meine Kinder in München aufwachsen“, sagte er.

Zukunft offen

Seine Zukunft in Darmstadt lässt Wagner offen. Auf die Frage, ob er bleiben wird, meinte er: „Das werden wir dann sehen, ich lebe nur im Hier und Jetzt“. Viel wird davon abhängen, ob die Darmstädter die Klasse halten.

 

 

 

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