Wagner will erstklassig bleiben

München – Sandro Wagner ist derzeit einer der meist befragtesten Bundesliga-Spieler. In der Sport-Bild sprach er Klartext über seine Vergangenheit und seine Zukunft.

Foto: Joern Pollex / Bongarts / Getty Images
Sandro Wagner (am Ball) würde am liebsten auch in der nächsten Saison für Darmstadt die Tore in der Bundesliga schießen. Foto: Joern Pollex / Bongarts / Getty Images

„Kein Publicity-Scheiß“

„Ich will in der nächsten Saison definitiv in der ersten Liga spielen“, sagte der Angreifer von Darmstadt 98. Am liebsten natürlich mit den Hessen, die er ins Herz geschlossen hat. „Darmstadt ist speziell, das ist hier kein Publicity- Scheiß. Die sind hier alle total anders“, lobte er. Deshalb entschied er sich im Sommer nicht zu einem Wechsel nach England, sondern zum Aufsteiger.

„Der Tiger hatte Recht“

Besonders mit seinem Ex-Klub Hertha BSC geht er dagegen hart ins Gericht. „Wenn mich jemand darauf reduziert, dass ich keine Tore mache, obwohl ich nur eingewechselt werde und dann fünf Minuten spiele, dann kann ich das nicht ernst nehmen. Wer genauer auf meine Leistungen schaut, der sieht, dass ich die Bundesliga draufhabe. Ich habe mit Bremen auch Champions  League gespielt. Danach konnte oder durfte ich  leider nicht immer alles abrufen“, stellte er klar. Doch Wagner äußerte sich auch selbstkritisch, besonders über die Anfänge seiner Profilaufbahn beim FC Bayern. „Als ich den Tiger (Hermann Gerland, die Red.) kennenlernte, war ich 17 Jahre alt. Ich wollte mit Scheuklappen vor den Augen in den Profibereich. So schnell wie möglich! Ich war ungeduldig, deshalb sind der Tiger und ich angeeckt. Damals war ich nicht positiv auf ihn zu sprechen. Heute haben wir ein Top-Verhältnis. Heute sage ich, er hatte mit all seinen Tipps recht. Ich habe zu wenig auf den Tiger gehört“, gestand Wagner.

„Schaaf war immer ehrlich“

Ein Lob bekam auch der heutige 96-Coach Thomas Schaaf, unter dem der Angreifer in Bremen spielte. „Schaaf hat damals irgendwann nicht mehr auf mich gebaut. Das war okay. Denn Schaaf war immer ehrlich. Er hat nicht vornherum das und hintenrum was ganz anderes erzählt. Das hatte ich auch schon“, so der 28-Jährige, der zuletzt gegen Bayern sogar die Kapitänsbinde tragen durfte. „Trainer Dirk Schuster hatte mir Anfang der Woche erzählt, dass ich Kapitän sein werde. Ich sollte es für mich behalten. Das war hart. Ich habe vor meinen Mitspielern kleine Anspielungen gemacht, mir in der Kabine extra mal das weiße Tapeband um den linken Arm gewickelt, um zu sehen, wie die Jungs reagieren. Die haben vielleicht geguckt“, erzählte er.

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