Warum Kolasinac über 2017 hinaus auf Schalke wohl bleibt – Weinzierl kämpft zudem um Choupo-Moting

München – Die sportliche Zukunft von Sead Kolasinac zählt zu den Top-Themen auf Schalke. Der Durchstarter der Saison kann sich im Sommer wohl aussuchen, ob es zum FC Bayern oder Juventus Turin geht – oder er doch bei Königsblau weiter für Furore sorgt.

Sead Kolasinac spielt seit 2011 auf Schalke. Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Deutsche Medien bringen Sead Kolasinac mit Bayern München in Verbindung, Sky Italia sieht ihn schon bei Juventus Turin.

Doch ein Wechsel 2017 käme für Kolasinac zu diesen beiden Top-Vereinen wohl zu früh. In München ist David Alaba auf der linken Seite gesetzt. In Turin muss wohl Routinier Patrice Evra den Verein wechseln, weil er vom 25-jährigen Alex Sandro auf der linken Außenbahn verdrängt wurde. Kolasinac müsste sich bei den Serien-Meistern aus München und Turin gegen „Platzhirsche“ durchsetzen. Wer gerade erst zum Top-Spieler aufsteigt, sollte erfahrungsgemäß eine solche Situation meiden.

Publikumsliebling auf Schalke

Auf Schalke ist Kolasinac dagegen Publikumsliebling, kann in den kommenden Jahren zum Aushängeschild des Klubs nach Kapitän Benedikt Höwedes aufsteigen. Kolasinac hat mehrfach betont, sich auf Schalke wohl zu fühlen – und hat es nun im kicker wiederholt.

Offensivstarker Kolasinac

Kolasinac war voll des Lobes für Trainer Markus Weinzierl und das neue Spielsystem. Weinzierl hat erst Kolasinac den Aufstieg zum Star ermöglicht – warum sollte der Bosnier das Aufgeben? Im kicker sagte Kolasinac nun: „In meiner ganzen bisherigen Karriere habe ich nicht so viele Torbeteiligungen gehabt wie in diesen paar Monaten. Dieses System, das wir spielen, liegt mir sehr gut.“ Im 3-5-2-System werde er dazu „verpflichtet“, auch „nach vorn mehr zu machen. Mir wurde oft vorgehalten, zu defensiv zu sein – was ich als Außenverteidiger in der Viererkette de facto ja auch sein musste. Nun aber kann ich auch vorn viel mehr mitwirken, mir bleibt im Grunde gar keine andere Wahl.“ Kolasinac betonte: „Das führt dazu, dass ich mir viel mehr zutraue und in vielen Dingen einfach auch besser werde.“

Keine Angebote von Bayern und Juve?

Kolasinac entwickelt sich zu einem besseren Spieler, seine Entwicklung hat gerade erst begonnen. „Ich weiß, was ich will“, sagte Kolasinac über seine vertragliche Zukunft, wollte sie aber nicht verraten. Angebote von Juventus und Bayern könne er nicht bestätigen. „Aber natürlich es ehrt einen, wenn der eigene Name mit Vereinen in Verbindung gebracht wird, die einen solch hohen Stellenwert haben – auch wenn es nur Gerüchte sind“, so Kolasinac. Er brauche nun aber Zeit für seine Entscheidung, so der Schalker.

Erreicht Schalke die Top Sechs?

Vermutlich dürfte die Gefechtslage so sein: Kolasinac will mindestens noch ein Jahr auf Schalke bleiben, bei einer Vertragsverlängerung wird eine Ausstiegsklausel festgelegt. Dass er auf Schalke doch nicht verlängert, kann wohl nur einen Grund haben: Wenn S04 den Einzug in den Europacup verfehlt. Neun Punkte Rückstand sind es derzeit auf Platz sechs. Kolasinac vielsagend: „Der Start in dieses Fußballjahr wird extrem wichtig für uns. Wenn wir die beiden Heimspiele gegen Ingolstadt und Frankfurt positiv gestalten, sieht die Sache womöglich schon wieder anders aus.“

Weinzierl will Choupo-Moting halten

Personell kann sich bei Schalke die kommenden Wochen bereits viel tun: Rechtsverteidiger Junior Caicara (Vertrag bis 2018) könnte laut kicker noch im Winter zu einem türkischen Klub wechseln. Trainer Markus Weinzierl betonte zudem in der Bild, er wolle Stürmer Eric Maxim-Choupo-Moting weiter auf Schalke sehen: „Er ist ein wichtiger Spieler, und wir wollen ihn behalten.“ Etwas Geduld forderte er bei Leon Goretzka und Max Meyer, die noch Vertrag bis 2018 besitzen. „Bis 2018 ist noch etwas Zeit. Aber beide sind Spieler, die sich sehr gut entwickelt haben und weiter entwickeln werden. Sie sind sehr wichtig für uns“, so Weinzierl.

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