Bundesliga

Watzke: „Müssen uns im Ausland zeigen“

am

München – Hans-Joachim Watzke, der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat in der Sport-Bild seinen schon 2009 propagierten Vorschlag erneuert, die Fernseherlöse anders und in seinen Augen gerechter aufzuteilen. Anders als St. Paulis Manager Andreas Rettig vermied er es zwar, die Werksklubs Wolfsburg, Leverkusen sowie Hoffenheim als Verlierer einer anderen Verteilung zu benennen, doch seine Ausrichtung ist klar.

Neue Faktoren in der Berechnung der TV-Gelder berücksichtigen

„Ich bin dafür, dass man eine Verursachungs-Gerechtigkeit herstellen sollte“, sagte er in der aktuellen Ausgabe der Sport-Bild. Klubs, die große Zuschauerzahlen ins Stadion locken und für hohe Einschaltquoten im Fernsehen sorgen, sollten bessergestellt werden. „Solche Faktoren müssen zumindest mit einem gewissen Prozentsatz genauso einfließen wie der Erfolg eines Klubs“, der bisher einzig über die Höhe der Fernseheinnahmen entscheidet.

Bayern auch bei den Einschaltquoten auf Platz 1

In der letzten Saison lagen die Bayern erwartungsgemäß auf Platz 1 des Quoten-Rankings bei Sky (Quelle: statista.de). Dahinter folgten die Traditionsklubs und erst auf Platz 10 der Vizemeister VfL Wolfsburg. Bayer Leverkusen erst auf Platz 13, die TSG Hoffenheim auf Platz 17.

Höhere Einnahmen nur durch mehr Auslandspräsenz

Ferner machte sich Watzke darüber Gedanken, wie die Bundesliga international wettbewerbsfähig bleiben kann. „Die Bereitschaft der Klubs, sich international zu engagieren, muss wachsen. Wir müssen uns im Ausland zeigen“, sagte der Geschäftsführer des BVB, der sich mehr Spiele deutscher Klubs weltweit wünscht, um diese Märkte zu erschließen.

Hoffnung auf einen Neuanfang der FIFA

Die aktuelle Lage bei der FIFA sieht Watzke als Chance zu Reformen. „Man muss die Chance jetzt nutzen und die FIFA endlich transparent machen“, so der 56-Jährige und ergänzte: „Zudem muss man sich einen Turnier-Vergabemodus überlegen, bei dem nicht der Korruption Tür und Tor geöffnet sind. Aus meiner Sicht muss man nach gründlicher Prüfung  der geeigneten Kandidaten wieder losen“. Denn nur so sei sichergestellt, dass sich kein Bewerber mehr eine WM-Vergabe erkaufen kann, wie es angeblich zuletzt immer wieder vorgekommen sein soll.

Über Tobias Huber

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.