Watzke spielt Streit um Kapitänsamt herunter

München – Es ist eigentlich ein ungewohnter deutlicher Streit um das Kapitänsamt bei Borussia Dortmund, doch ist die Situation auch ungewöhnlich. Trainer Thomas Tuchel stellt seinen aktuellen Kapitän Marcel Schmelzer infrage, der wiederum indirekt zurückkeilt, weil er wohl um die Ablösung durch Marco Reus fürchtet. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke will den Konflikt aber nicht überbewerten – im Gegenteil.

Für Hans-Joachim Watzke wird das Duell um das Kapitänsamt überbewertet. Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Watzke: „In erster Linie Medienthema“

„Für mich ist die Kapitänsfrage in erster Linie ein Medien-Thema. Die Mannschaft berührt das nicht. Diese Entscheidung hat für uns keine Relevanz. Der Trainer wird bis zum Liga-Start eine Entscheidung treffen“, erklärte Watzke der Bild. Er fügte an: „Wer würde nicht gerne BVB-Kapitän sein?“

Schmelzer war zuletzt sauer

Kapitän Marcel Schmelzer hatte zuvor gesagt: „Ich habe es noch nie erlebt, dass während einer Saison darüber diskutiert wird, warum ich Kapitän bin und ob es nicht eigentlich jemand anderes sein müsste.“ Watzke spielte nochmals den Zoff herunter: „Ob Marco die Binde trägt und Schmelle der Stellvertreter oder Schmelle Kapitän ist und Marco Stellvertreter wird, ändert an der Arbeit nichts. Du hast dadurch nicht einen Punkt mehr.“

Die Einschätzung von fussball.news: Tuchel liebt Reibungspunkte – Reus wird Kapitän, wenn er fit bleibt.

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