Wegen Götze: Matthäus ledert gegen Rummenigge los

München – FC-Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich distanziert über das Verhalten von Mario Götze geäußert, doch beim Rekordmeister weiter spielen zu wollen. Das rief nun Lothar Matthäus auf den Plan. Der Weltmeister von 1990 und Ex-Bayern-Spieler attackierte bei Sky Rummenigge scharf und stellte sich auf die Seite von Götze.

Selbst Berthold durfte bleiben

„Ich bin verwundert über Karl-Heinz Rummenigge“, leitete Matthäus ein, denn in den vergangenen 30 Jahren habe Bayern jeden bestehenden Vertrag mit einem Spieler akzeptiert, „selbst den von Thomas Berthold“. Berthold galt in den 1990er Jahren als teuerster Ersatzspieler des FC Bayern. Mit einem Millionen-Mark-Gehalt saß er auf der Tribüne.

Götze stellt Kostenproblem dar

Matthäus vermutet, dass Götze eher ein Kostenproblem für die Münchner darstelle und deshalb Rummenigge sich so skeptisch über Götze geäußert habe. „Götze ist der teuerste Ersatzspieler, den der FC Bayern jemals hatte“, behauptete Matthäus. Götze koste die Münchner zwischen 30 und 40 Millionen Euro, so Matthäus, dabei hätte Götze eine Ablösesumme von rund 25 Millionen Euro diesen Sommer noch für die Münchner einspielen können. Hinzu komme das dann eingesparte Gehalt von rund 10 Millionen Euro. „Ehrlicher ist es, wenn Rummenigge sagt, er will Götze nicht mehr haben. Aber das sagt er auch nicht“, so Matthäus.

Götze hat Vertrauen verdient

Wenn der kommende Trainer Carlo Ancelotti Götze eine Chance geben wolle, dann „hat Götze auch das Recht, diese Chance zu nutzen“, so Matthäus. Man sehe, dass Götze gut spiele und Top-Leistung abrufe, wenn er das Vertrauen von Trainer und Klub spüre. Dies sei bei Bayern – anders als einst beim BVB und im Nationalteam aktuell – bislang nicht der Fall gewesen.

Götze einer der besten Spieler Deutschlands

Götze zähle immer noch zu den besten Spielern in Deutschland, er hoffe, dass der WM-Held von 2014 sich auch auf einer zentralen Position bei den Münchnern zeigen dürfe, sagte Matthäus bei Sky. Zudem sehe er ein positives Signal darin, dass Götze sich von seinem Berater getrennt habe. Matthäus erklärte auch, dass Götze  nicht die besten Wechseloptionen gehabt habe, zumal der FC Liverpool international kommende Saison nicht vertreten sei. Matthäus zum Abschluss: „Vielleicht wollte man Götze gegen Hannover ein Abschiedsspiel am letzten Spieltag der Saison schenken.“ Der Klub habe sich aber offenbar in Götze getäuscht, so Matthäus, was er aber positiv bewerte. Denn Götze als einer der besten Spieler in Deutschland müsse bei einem Top-Klub in Europa spielen, weshalb der Offensivspieler beim FC Bayern eigentlich am richtigen Platz sei.

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