Bundesliga

Weidenfeller: „Es macht noch zu viel Spaß“

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München – Roman Weidenfeller spielt seine 14. Saison für Borussia Dortmund. Doch dieses Mal ist der Weltmeister nur die Nummer zwei im Torhüterranking. Seinen Vertrag mit dem BVB hat er nun trotzdem verlängert. Im kicker-Interview hat er über die Gründe gesprochen.

 


 
 


„Zu viel Spaß am Fußball“

„Ich habe einfach zu viel Spaß am Fußball und fahre noch immer jeden Tag gerne zum Training. Ich bin dankbar dafür, weiter die Emotionen in diesem Verein erleben zu können“, erklärte Weidenfeller seine Vertragsverlängerung mit dem BVB um ein weiteres Jahr bis 2017 und ergänzte: „Dafür lohnt es sich, jeden Morgen aufzustehen.“ Der 35-Jährige betonte zudem, sein Ehrgeiz sei ungebrochen: „Das ist bei mir nach wie vor so wie am ersten Tag. Selbst bei einem Trainingsspiel ärgere ich mich über jedes Gegentor.“

Entwicklung nach oben beim BVB

Zudem gefalle ihm die Entwicklung, die Borussia Dortmund in dieser Saison genommen habe. „Nachdem es in der vorigen Saison stockte, hat Thomas Tuchel die richtigen Ansätze gefunden – was die Variabilität angeht, in der Taktik, im Passspiel. Ich bin glücklich, nach wie vor ein Teil dieses Teams zu sein“, so Weidenfeller, der sich vorstellen kann, noch im Alter von 40 Jahren im Profibereich zu spielen: „Ich tue gut daran, von Jahr zu Jahr zu planen. Die eine oder andere Saison würde ich aber schon gerne noch spielen.“

„Bin gelassener geworden“

Weidenfeller ist überzeugt, mit schwierigen Situationen lockerer als früher umgehen zu können: „Ich bin gelassener geworden, sicher. Das führe ich darauf zurück, dass mich nichts mehr so schnell aus der Ruhe bringt – nach all dem, was ich in meiner Karriere erlebt habe“, sagte Weidenfeller dem kicker und ergänzte: „Zudem habe ich gelernt, dass das Leben nicht 24 Stunden am Tag nur aus Fußball bestehen muss. Das verändert die Sicht auf die Dinge.“ So bedeute ihm Familie sehr viel – nach seiner Hochzeit wird Weidenfeller zudem zum ersten Mal Vater.

Kein Problem mit Bürki

Dass er nun hinter Roman Bürki nur die Nummer zwei im Tor des BVB sei, akzeptiere er als Sportsmann: „Ich fühle weiter eine starke Verbundenheit zu Borussia Dortmund und habe mich deshalb im Sommer 2015 auch gegen einen Wechsel entschieden. Natürlich würde ich am liebsten in jedem Wettbewerb spielen, aber wenn das nun nicht mehr geht, verhalte ich mich trotzdem loyal und gehe den Weg des BVB mit.“

Mit Bürki führe er keinen erbitterten Konkurrenzkampf. Der Grund: „Die Erfahrung lehrt, dass große Erfolge viel mit Teamgeist zu tun haben. Mitch Langerak (Ex-Team-Torwart-Kollege; d. Red) und ich waren ein lange eingespieltes und starkes Team. Diesem Gedanken fühle ich mich weiter verpflichtet. Aus diesem Grund pflege ich auch mit Roman Bürki einen guten, kollegialen Kontakt.“

Einsätze in den Pokal-Wettbewerben

Dass er in den Pokal-Wettbewerben zum Einsatz komme, sei für ihn Ansporn genug. „Im internationalen Wettbewerb spielen Erfahrungswerte eine große Rolle. In meinem Einsatz spiegelt sich die Wertschätzung dafür wider, dass ich mich im Training stets ins Zeug gelegt und die Mannschaft gepusht habe.“

Für Dortmund sieht er noch einen steinigen Weg, um das Ziel Europa-League-Finale zu erreichen: „In diesem mittlerweile stark besetzten Teilnehmerfeld sollten wir nicht heute schon davon sprechen, dass wir ins Endspiel nach Basel wollen. Aus der Champions League sind richtig starke Mannschaften dazugekommen.“

Was auch für den kommenden Gegner FC Porto gilt. „Porto ist international enorm erfahren, besitzt Champions-League-Niveau und hat die Europa League 2011 auch schon einmal gewonnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in diesem Duell wieder unser wahres Gesicht zeigen. Mit der K.-o.-Phase geht der Wettbewerb jetzt erst richtig los. Außerdem freue ich mich auf das Wiedersehen mit Iker Casillas.“

Was Weidenfeller über das Titelrennen mit dem FC Bayern sagt, lesen Sie hier: Zur News II

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Über Daniel Michel

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