Bundesliga

Weigl dankt Tuchel

am

München – Vor gut einem halben Jahr kämpfte Julian Weigl noch mit dem TSV 1860 München gegen den Abstieg aus der 2. Liga. Ein paar Monate später ist der 20-Jährige schon fast auf dem Gipfel angekommen.

Ziel: Verteidigung des Stammplatzes

Als Stammspieler hatte er großen Anteil an Dortmunds starker Hinrunde. „Ich bin sehr zufrieden, wie es für uns und mich gelaufen ist. Und natürlich ist das für mich jetzt auch ein anderer Maßstab. Das Ziel ist, in der Startelf zu bleiben, ganz klar“, sagte Weigl in einem Interview mit dem kicker. Einen besonderen Verdienst an seiner rasanten Entwicklung trägt Trainer Thomas Tuchel. „Er hat viel mit mir gesprochen. Vor allem als junger Spieler ist es gut zu wissen, woran man ist, weil man sich doch mehr Gedanken macht“, so der Ex-Löwe.

Lehrreiche Zeit in München

Das allein reicht aber noch nicht, um Weigls Karrieresprung zu erklären. „Ich denke, es ist eine meiner guten Eigenschaften, mich schnell an das Tempo gewöhnen zu können. Außerdem haben mich meine Mitspieler sehr herzlich und offen aufgenommen“, bedankte sich Weigl. Lehrreich sei aber auch die Zeit in München gewesen. „Als ich Kapitän war, habe ich täglich Interviews gegeben, jeder kam zu mir. Daraus habe ich, obwohl es in sportlicher Hinsicht eine sehr schwierige Zeit war, sehr viel mitnehmen können. Ich gehe heute ruhiger an die Sache heran. Ansonsten fängt mich auch meine Familie gut auf“, erzählte der 20-Jährige.

Noch kein Gedanke an die Nationalelf

Obwohl er in der Vorrunde der viertbeste Bundesliga-Akteur bei der Anzahl der Ballkontakte war, rechnet Weigl  noch nicht mit einem Anruf von Bundestrainer Joachim Löw. „Ich setze mich nicht unter Druck und wundere mich auch nicht, warum noch keine Einladung gekommen ist. Nein, ich bin aktuell in der U 21 und darf dort eine Führungsrolle einnehmen. Das ist für mich schon ein Erfolg“, sagte Weigl, der sich bereits auf Olympia im Sommer in Rio freut.

Zorc: „Er wird noch lange für uns spielen.“

Offenbar scheint dem defensiven Mittelfeldspieler die Spielweise in der 1. Bundesliga besser zu liegen als die des Unterhauses. „Meine Stärken sind das Passspiel und die spielerischen Elemente. In der 2. Liga aber läuft viel über den Kampf, man wird häufiger in Zweikämpfe verwickelt“, so der 20-Jährige. An einen Weggang denkt er derzeit nicht nach, obwohl lukrative Angebote vorliegen sollen. „Ich habe echt nicht vor, Borussia zu verlassen. Das ist für mich kein Thema“, sagte Weigl der Bild-Zeitung. Und BVB-Manager Michael Zorc legte sogar noch nach. „Julian wird noch lange für uns spielen. Er spielt seine Rolle mit einer Selbstverständlichkeit, die unglaublich ist“, schwärmte er.

[dppv_emotions]

Über Tobias Huber

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.