England

„Heulsuse“ Klopp? Wenger belehrt Klopp

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München – Jürgen Klopp hat sich noch nicht an die Premier League und die dort herrschende Intensität gewöhnt, sagt Arsene Wenger vor dem Duell seines FC Arsenal beim FC Liverpool. Der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund solle nicht über die Verletztenprobleme lamentieren.

Wenger glaubt an Anpassungsproblem

Jeder neue Trainer vom Kontinent habe Probleme und fordere eine Winterpause. „Sie haben sich noch nicht an den englischen Stil gewöhnt“, sagte Wenger vor dem Aufeinandertreffen beider Teams an der Anfield Road und gab zu: „Ich war ganz genau so. Aber für Deutsche ist es vielleicht noch einmal was anderes, weil es in der Bundesliga eine gute Winterpause, nur 18 Mannschaft und keinen Ligapokal gibt.“

Heute aber hätten die Teams in England ausreichend finanziellen Spielraum, um sich einen Kader von mindestens 25 Mann zu leisten. „Es ist nicht wie vor 25 Jahren“, ergänzte Wenger, „als 13 Spieler jede einzelne Partie bestreiten mussten. Wenn ich mir heute die Ersatzbänke anschaue, bin ich sehr beeindruckt.“

Rotation möglich

Man dürfe sich als Trainer in der Premier League also nicht beschweren. „Wir haben ja all die Spieler, die spielen wollen“, betonte der Franzose: „Und wir können auch rotieren.“ Die hohe Zahl an Partien in einer Saison sei „historisch“ gewachsen. „Und an Triumphen in Europa hat es die englischen Teams auch nicht abgehalten“, stellte Wenger klar.

Vor dem Duell in Liverpool am Mittwochabend – dem 49. Wengers gegen die Reds – ist der Respekt vor Klopp dennoch groß. „Liverpool hatte einen tollen Trainer vor ihm und hat einen sehr guten jetzt“, lobte der Altmeister der Gunners: „Ich bin mir sicher, Klopp hat den Charakter, um Erfolg zu haben.“

Showdown am Mittwoch

Auch der Gelobte zollte seinen Respekt. „Mein Respekt gegenüber Arsene wird jeden Tag größer“, sagte Klopp vor dem Spiel: „Er macht ganz hervorragende Arbeit.“

Liverpool empfängt Arsenal am Mittwochabend ab 21 Uhr. Die Londoner stehen auf dem ersten Platz in der Premier League, die Reds auf Rang acht.

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