Bundesliga

Wie HSV-Manager Todt Bobby Wood halten will – wird Jatta verliehen?

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München – Der Hamburger SV bangt um den Klassenerhalt. Gleichzeitig muss er aber nun rasch seinen Kader für die kommende Saison planen. Priorität hat ein neuer Vertrag mit Stürmer und Hoffnungsträger Bobby Wood.

Wood erzielte bereits neun Tore

Der US-Amerikaner hat bereits neun Tore erzielt, zahlreiche Klubs aus dem In- und Ausland wollen Bobby Wood verpflichten. Zwar kam Wood erst im Sommer 2016 für 3,5 Millionen Euro von Zweitligist Union Berlin zum HSV, auf der anderen Seite besitzt er eine Ausstiegsklausel für 2017. Bei Klassenerhalt soll sie bei zwölf Millionen Euro liegen, bei Abstieg sind es nur noch fünf Millionen Euro. Wood kann demnach ohne Probleme aus seinem Vertrag bis 2020 schnell aussteigen. Der HSV will den GAU vermeiden und umgarnt den US-Stürmer.

Gehaltserhöhung winkt

Laut Sport-Bild sind dazu mehrere Maßnahmen geplant. Wood soll eine Gehaltserhöhung erhalten. Angeblich liegt sein Gehalt bei 1,5 Millionen Euro im Jahr, Ersatzspieler Pierre-Michel Lasogga soll 3,4 Millionen Euro verdienen. Problem: Der HSV plant unter Klubchef Heribert Bruchhagen die Gehälter auf ein Normal-Niveau zurückzufahren, als Grenze gelten 2,5 Millionen Euro. Wood könnte aber eine Verdoppelung seines Gehalts erwarten, was mit einem anderen Clou zusammenhängt.

Was der HSV noch plant

Die Hamburger wollen offenbar, dass die Gültigkeit der Ausstiegsklausel um mindestens ein Jahr auf 2018 verschoben wird – und dass die Ablösesumme dann eher 20 als zwölf Millionen Euro beträgt. Auch die Vertragslaufzeit selbst soll über das aktuelle Datum (Sommer 2020) ausgedehnt werden. Zudem soll Wood nochmal dargelegt werden, dass er unter Trainer Markus Gisdol einen großen Entwicklungssprung genommen hat. Auch, so heißt es im Bericht von Sport-Bild, könne man Wood damit locken, dass neue Stars nach Hamburg geholt werden. Investor Klaus-Michael Kühne sei bereit, weiter Geld zuzuschießen, um bedeutende Transfers zu stemmen. „Wir sind in Gesprächen mit Bobby“, wird HSV-Manager Jens Todt zitiert. Und: „Wir sind daran
interessiert, ihn länger zu halten und seinen Vertrag entsprechend anzupassen.“ Noch im April sollen die Gespräche mit Wood intensiviert werden.

Jatta soll Spielpraxis in der 2. Liga sammeln

Unterdessen soll Bakery Jatta verliehen werden. „Wir ziehen eine Ausleihe ernsthaft in Betracht“, sagte Todt. Offenbar gilt ein ambitionierter Verein in der 2. oder 3. Liga als Option, damit der 18-Jährige, der einst als Flüchtling nach Deutschland kam, sein taktisches Spielverständnis weiterentwickelt. Der Stürmer kommt derzeit meist in der 2. Mannschaft des HSV in der 4. Liga zum Einsatz, sein Bundesliga-Debüt feierte er nun gegen Werder Bremen (1:2). „In einer ruhigeren Saison hätte er schon mehr Einsätze bekommen“, räumte Todt ein. Doch für die Mission Klassenerhalt will der HSV kein Risiko gehen. Jatta besitzt noch bis 2019 einen Vertrag in Hamburg.

Über Daniel Michel

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