Bundesliga

Xhaka: Bei Manchester City „schwer, Nein zu sagen…“

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München – Gladbach-Mittelfeldspieler Granit Xhaka hat seine Rot-Sperre abgebrummt und kann beim Duell gegen den Hamburger SV wieder mit angreifen. Ist es der Beginn seiner Abschiedstournee aus der Bundesliga? Die englische Liga ruft immer lauter nach dem Schweizer.

Folgt Xhaka den Rufen von Pep Guardiola?

Granit Xhaka hat sich bei Borussia Mönchengladbach zu einem der stärksten defensiven Mittelfeldspieler in der Bundesliga entwickelt. Die vielen guten Leistungen haben vor allem die Scouts aus der englischen Premier League auf den Plan gerufen. Der Schweizer, dessen Vertrag noch bis 2019 läuft, ließ beim Gespräch mit Sport Bild tief blicken: „Aber logisch ist es schwer, Nein zu sagen, wenn Manchester City dich will und du dort spielen kannst. Das gebe ich offen zu, und das geht sicher nicht nur mir so.“ Ein Wechsel nach China, die aktuell mit vielen Millionen nur so um sich werfen, sei für ihn hingegen überhaupt keine Option: „Ich kann nur für mich sprechen – aber ich würde in meinem Alter niemals nach China gehen, für kein Geld der Welt!“

Vorwurf an die Bundesliga-Trainer

Die Premier League ist allerdings auch aus einem anderen Grund ein Ziel von Xhaka. Der 23-jährige schießt scharf in Richtung Bundesliga-Trainer. Er wisse, dass es Trainer „gibt, die in der Mannschaftsbesprechung gesagt haben: Provoziert den Xhaka, der rastet irgendwann aus. Ich finde das traurig. Das hat aus meiner Sicht mit Fußball nichts zu tun.“ Xhaka könne über Beleidigungen zwar lachen, „aber wenn dir jemand zehnmal auf den Fuß tritt, immer wieder nachtritt, 90 Minuten provoziert – dann ist es schwierig, ruhig zu bleiben. Mich macht das wütend, weil man einen Gegner anders beackern kann. Mir würde so etwas nie einfallen.“ England könne hier Vorbild sein: „Dort gibt es sicher auch nicht so viele Spieler, die provozieren und sich nach einem Schubser am Boden wälzen.“ Hier hätte er wohl weniger Platzverweise auf dem Konto.

Xhaka von Drmic-Leihe überrascht

Seinen Fehler gegen den SV Darmstadt 98, als er sich zu einer Tätlichkeit gegen Peter Niemeyer hinreißen ließ, möchte er damit nicht entschuldigen. Der Nationalspieler habe für einen guten Zweck gespendet und in die Mannschaftskasse eingezahlt. Er sehe sein Fehlverhalten zwar ein, sagte aber auch: „Ich weiß, dass mir solche Dinge wie gegen Darmstadt nicht passieren dürfen. Aber ich bin ein junger Mensch. Und wenn ein 50-Jähriger Fehler macht, darf ich das auch.“ Ob Sportdirektor ein solcher unterlaufen ist? Ex-Kollege Josip Drmic wurde an den kommenden Gegner aus Hamburg bis Sommer verliehen. Xhaka zeigte sich über diesen Transfer durchaus überrascht: „Als ich es gelesen habe, dachte ich zunächst, es sei ein Witz. Ich bin sicher, dass er beim HSV mehr Einsätze bekommt und im Sommer mit breiter Brust zurückkehrt.“

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