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Elfmeter-Zoff mit Neuhaus? Das sagt Seoane

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Gerardo Seoane hat seine Kritik an Florian Neuhaus nach dem Elfmeter im Spiel gegen Werder Bremen (2:2) eingeordnet. Darüber hinaus äußerte sich der Coach von Borussia Mönchengladbach über den schweren Stand des Mittelfeldspielers.

Mönchengladbach – In den vergangenen Tagen war der Elfmeter zum 2:2-Ausgleich gegen Werder Bremen das vorherrschende Diskussionsthema im Fan-Umfeld von Borussia Mönchengladbach. Florian Neuhaus, der zuvor drei Spiele in Folge auf der Bank saß und in der 70. Minute für Manu Koné eingewechselt wurde, schnappte sich entgegen der ursprünglichen Absprache den Ball und rettete der Fohlen-Elf einen Punkt.

Seoane über Neuhaus: „Es gab von unserer Seite keine großen Diskussionen“

Auf der anschließenden Pressekonferenz kritisierte Gerardo Seoane Neuhaus für das Missachten der Rangfolge der Elfmeterschützen. „Die Verantwortlichen haben sich clever verhalten, um einen Disput auf dem Platz zu vermeiden. Es war positiv für Flo, dass er getroffen hat. Wenn nicht, wäre es ungemütlich für ihn geworden“, wurde der Coach deutlich. Infolgedessen berichtete die Bild-Zeitung sogar, Seoane sei Neuhaus auf Instagram entfolgt, was sich als mögliches Indiz für ein belastetes Verhältnis zwischen Spieler und Trainer interpretieren ließe.

Gerardo Seoane geht im Bundesligaspiel zwischen Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach in Richtung Trainerbank.
Gerardo Seoane (Foto) hat die Elfmeter-Szene um Florian Neuhaus eingeordnet © IMAGO/Herbertz / Nico Herbertz

In einer Medienrunde am Dienstag relativierte Seoane jedoch den vermeintlichen Elfmeter-Zoff. „Es gab von unserer Seite wegen des Elfmeters keine großen Diskussionen in den vergangenen Tagen. Flo hat sich nicht an eine Anweisung gehalten, solche Dinge kommen im Fußball vor, wir haben das intern aufgearbeitet“, zitiert der kicker den Fohlen-Coach. Dabei war es Seoane, der wegen seiner Äußerung nach dem Schlusspfiff bei einem Teil der Anhängerschaft in Kritik geriet.

Seoane: „Neuhaus ist mit anderen Spielern im Konkurrenzkampf“

Kritisiert wird Seoane auch für den Verzicht auf den Vizekapitän, der im April von Schmerzen an der Achillesferse geplagt wurde. Neuhaus erlebt eine Saison mit Höhen und Tiefen und muss um seinen Platz bei Borussia Mönchengladbach kämpfen, während parallel erneut über einen Abschied spekuliert wird. „Florian ist mit anderen Spielern im Konkurrenzkampf“, betonte Seoane in diesem Zusammenhang, „wir im Trainerteam entscheiden nach Trainings-, Spielleistungen und System, welche Attribute wir auf dem Platz brauchen.“ Der Coach hing die Unzufriedenheit des 27-Jährigen nicht zu hoch, sagte lediglich: „Jeder Spieler, der nicht beginnt, ist unzufrieden.“

Gibt Neuhaus gegen Frankfurt den Kreativspieler?

Womöglich könnte Neuhaus im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr) aber noch einmal wichtig werden. Laut dem kicker verpasste Alassane Pléa wegen Problemen am Fußgelenk die Einheit am Dienstag, wann der Franzose ins Training einsteigen wird, sei unklar. Als Pléa zwischen Januar und März von einer Knochenprellung ausgebremst wurde, übernahm Neuhaus die Rolle des Kreativspielers im Zentrum. In diese Rolle könnte er erneut schlüpfen, wenn Pléa gegen die Eintracht ausfällt. Dann gilt es für Neuhaus allerdings umso mehr, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen, um mit einem guten Gefühl in den Sommer zu gehen.

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